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WIKING NEUHEITEN APRIL 2021

0270.58 – MB L 406 Kastenwagen „Westmilch“

Ein Düsseldorfer der Waren in Deutschland bewegte, die Rede ist vom Mercedes-Benz 406 Kastenwagen. Der Transporterm der ab 1967 in Düsseldorf gebaut wurde, war als Leichttransporter die große Alternative zum VW Bus. Einfache, solide Technik und robuste Bauweise. Der kantige Transporter folgte seinem rundlichen Vorgänger dem MB L 319.

Schon 1968 nahm WIKING das Modell ins Programm auf. Überwiegend ohne Werbung, aber auch im Postdienst, im Brennstoffhandel und mit Dachaufbau für die Wasserrettung war er in über 2 Jahrzehneten im Modellprogramm anzutreffen.  Auch Einsätze als Werbemodell waren neben der Serie in der Modellgeschichte dabei. Nach 1988 wurde es zunächst ruhig um den Düsseldorfer. Seit Mitte der 1990er Jahre gab es einige einmaligen Sondermodellauflagen, zurück in die Serie schafft er es erst jetzt nach 33 Jahren.

Für dieses Comeback rollt er im Lieferdienst der Fa. Westmilch vor. Als Verteilerfahrzeug für Molkereiprodukte trägt er vierseitig das Logo auf der perlweißen Karosserie. Das Chassis ist hellblau ausgeführt, und damit auch der daran integrierte Grill. Innen befinden sich taubenblaue Sitze.

Wie schon vorhgerige Sondermodelle rollt der Kastenwagen auf zweiteiligen Rädern mit eingesetzten schwarzen Felgen. Die Bemalung und Bedruckung ist umfangreich. Scheinwerfer und Rückleuchten sind handbemalt, die Blinker orange abgesetzt. Stern im Grill silbern bedruckt, die Türgriffe sind schwarz bedruckt.

 

Nicht nur für die Freunde des Transporters eine schöne Abwechslung ist die Werbebedruckung. Fein aufgedruckt, über alle Sicken und Erhebungen des Aufbaus gezogen. Auf den Seiten ist neben Schriftzügen die Kuh „Lotti“ abgebildet, die den Kindern Milch schmackhaft machen sollte. Heute ist die Kuh Geschichte, die Westmilch eG mit der Milchwerke Westfalen eG fusioniert. Funktioniert aber auch heute noch. Mein jüngster Sohn sagte direkt: „Oh, ist die Kuh süß!“

Schon WIKING-Gründer Peltzer versuchte mit der Milchwerbung auf dem Büssing D2U den Menschen Milch näher zu bringen. „Trinkt Milch – JEDEN TAG – Milch ist gesund“, war da jahrelang zu lesen. Übrigens auch heute noch geflügelter Satz an unserem Frühstückstisch, mit dem die Eltern mundtot gemacht werden. Immer dann, wenn die Cornflakes oder das Müsli in den Augen der Eltern in zu viel Milch gebadet werden, die Schüssel fast überläuft. „Milch ist gesund. Steht schon auf deinen Bussen in der Vitrine, Papa“. Halt einer der ersten Sätze, den meine drei Söhne als erstes beim Betrachten der Modelle lesen lernten. Werbung wirkt nach.

Und so ist der Düsseldorfer Transporter von Mercedes-Benz mit der „Kuh Lotti“ ein echter Hingucker in der Vitrine. Dort ist das Thema Milchprodukte inzwischen gut und vielfältig vertreten, wie die kleine Modellauswahl zeigt. Vom Rohprodukt über die Verteilung bis zur Werbung zeigt sich: die Milch macht’s!

0797.29 – VW T1 Bus „DRK“

Schon seit 1952 gibt es Krankentransportwagen auf Basis des VW T1 bei WIKING. Den unverglasten Modellen folgten die verglasten Modelle. Zunächst die alte Form ab 1961 mit und ohne Dachaufbau (320), dann ab 1968 mit großer Heckscheibe aus neuer Form. Hier war der Dachbaufbau Standard.  

 

In der Form wurde das Modell 2017 noch einmal aufgelegt (0320.03), mit Dachaufbau und Dachstreben. Diese wurden im Anschluss aus der Form entfernt, damit es künftig Neuauflagen ohne die Streben geben kann. 

 

Diesem neu aufgelegten Klassiker folgt nun der VW T1c aus der jüngsten WIKING-Form aus dem Jahr 2006. Heißt, 15 Jahre mussten die Sammler auf einen Krankentransportwagen auf Basis dieses Modelles warten. Und das Warten hat sich gelohnt. Ein schöner Klassiker steht vor dem Betrachter. Mit Dachlüfter, Leuchtschild vorne auf den Dach. Orstneutral fährt er für das Deutsche Rote Kreuz.

 

Die Scheiben zum Transport- und Behandlungsraum ist mattiert bedruckt, so dass diese die fehlende Einrichtung gut kaschieren. Der Druckumfang ist von den bisherigen Modellen übernommen worden. Scheinwerfer und Rückleuchten sind eingesetzt.

 

Die Buckelkappen sind silbern bedruckt. Ansonsten überwiegt Hellelfenbein an Karosserie, Stoßstangen und Felgen. Die Inneneinrichtung ist olivgrau mit schwarzem Lenkrad. Vorne ist anstelle des VW-Logos das rote Kreuz aufgedruckt.

 

 

Mit dem KTW auf Basis des VW T1c schließt sich eine weitere Programmlücke bei WIKING. Von vielen lang ersehnt, gibt es nun eine Fortsetzung der Bulli-Reihe mit rotem Kreuz.


 


 

0514.05 – MB Pritschensattelzug

Der neue kubische Mercedes-Benz Pritschensattelzug ergänzt auf schöne Weise das Modellprogramm. Zu Zeiten des Vorbilds gab es diese Kombination nicht im WIKING-Programm. Erst jetzt nach über 50 Jahren ist die Zeit für dieses Modell gekommen.

Und so steht der Klassiker vor dem Betrachter, in azurblauer Farbgebung. Mit neuem schwarzen Kühlergrill der silbernen Zierrat und Mercedes-Benz-Stern trägt. Die Scheinwerfer sind silbern bemalt. Ein cremeweißer Streigfen umgibt Ober- und Unterteil der Kabine. Innen ist eine olivbraune Inneneinrichtung verbaut.

Die Fahrgestelle an Zugmaschine und Auflieger sind oxidrot. Die Kotflügel schwarz. Der Auflieger hat eine Unterfahrschutz mit bemalten Rückleuchten am Heck. Das passt zeitgenössisch nicht zur Zugmaschine, nehmen wir an, es handelt sich um ein restauriertes Vorbildfahrzeug.  

In der Farbgebung passt das Modell zu vorangegangenen Modellen aus der Serie. Zum Beispiel dem MB L 2223 (0433.02) und dem Hochbord-Kipper (0673.09). So entsteht langsam ein kleiner azurblauer Fuhrpark aus kubischen Fahrzeugen.

Aber auch mit dem vierteiligen Set mit Pullman-Zugmaschinen. Denn auch hier wurde beim Set 0990.97 diese Farbkombination verwendet. Wer das Set in der Sammlung hat – es ist werkseitig vergriffen – kann die Auflieger tauschen, wie im folgenden Foto dargestellt. Es entwickelt sich also auch in der Serie ein Modellportfolio aus verschiedenen Modellen, bei dem sich Fahrzeugkombinationen wie z.B. bei der olivgrauen Spedition von Wasmus zusammenstellen lassen.

 

0513.24 – MB LP 332 Koffersattelzug „Freyaldenhoven“

Der Fuhrpark der Spedition Freyaldenhoven wächst bei WIKING. Mit einem Koffersattelzug wird der zeitgenössische Fuhrpark bestückt. Eine Mercedes-Benz Pullman Zugmaschine darf den einachsigen Ackermann Koffersattelzug auf die Sattelpfanne nehmen.

Farblich passt sich das Modell natürlich vollständig an die bisherigen Modelle an. Schwarzblaues Fahrerhaus mit Heckfenster mit grauweißem Kühlergrill. Pastellblaue Kontraste gibt es an Auflieger und Zugmaschine. Felgen, Drucke an den vorderen Kotflügeln sind einige Bereiche.

Die sandgelbe Inneneinrichtung mit schwarzem Lenkrad setzt sich von dunklen Blau der Kabine deutlich ab. Dazu kommen silberne Detailbedruckungen an der Kabine. Auf den Türen ist das Logo der Speditioin in rot-weißer Farbgebung aufgedruckt. 

Der Auflieger ist dreifarbig aufgebaut. Das Dach in dunkelachatgrauer Farbe, pastellblaues Oberteil und Felgen. Das Unterteil des Aufliegers ist schwarzblau. Frontseitig unterhalb des Daches wurde die Schweingen der Firma Ackermann in weiß aufgedruckt.  

Die beiden Seiten des Aufliegers weisen in großen Lettern auf die Fuhrparkherkunft des Sattelzuges hin. In signalrot ist dort der Speditionsschriftzug „Internationale Kraftverkehre / Freyaldenhoven“ mit weißem Schatten aufgeduckt. Der Fuhrpark hat inzwischen vier Mitglieder. Neben dem oben gezeigten Magirus S 7500 (0855.07) gibt es einen Unimog U 411 (0371.04).

Für die großen Transitverkehre steht noch ein MAN Pausbacken-Lastzug (0416.02) neben dem nun lieferbaren MB Pullman Sattelzug zur Verfügung. Mit dem Quartett kann schon einiges bewegt werden.


 


 

0656.08 – Bauwagen „Bölling“

Schlechtwetter auf der Baustelle, Mittagspause? Ab in den Bauwagen. Für die stetig wachsende Baufahrzeugflotte von Bölling liefert WIKING nun einen weiteren Bauwagen über den Fachhandel aus.

Es gab durchaus alte Möbelwagen, die bis in die späten 70er-Jahre überlebt haben. Bei manchem Kleinzirkus vielleicht als Wohn- oder Materialwagen auch länger. Umgebaut als Bauwagen, abgestellt als Lagerschuppen oder als einfacher Wohnraum im Umfeld einer Wagenburg. Wohl bekanntestes – wenn auch jüngeres – gepimptes Exemplar ist der blaue Wohnwagen von Peter Lustig in der Fernsehsendung Löwenzahn.

Bei WIKING erschien der erste Möbelwagen in der Klassiker-Reihe im Jahr 1985. Hinter dem Hanomag ST 100 und MB L 2500 wurde der Anhänger nach Vorkriegsvorbild eingesetzt. 1988 folgte die modifizierte und ergänzte Variante mit Fenstern und Hecktreppe für den Zirkus-Zug.

Den befensterten Aufbau bestückt WIKING mit dem flachen Dach und macht ihn nun zum narzissengelben Bauwagen für Bölling. Passend zur Reihe sind Fahrgestell, Deichsel und Felgen karminrot. Das Dach, Treppe und Fenster mit Klappläden sind anthrazitgrau angesetzt. Der Werkzeugkasten zwischen den Achsen ist wiederum narzissengelb.

Der Bauwagen erhält eine Bedruckung mit „Bölling“-Firmenschild sowie rot-weiße Warnstraffuren an Frontseite, Flanken und am Heck. Dort ist die klappbare Heckleiter angesetzt. Wer den Schornstein beim ersten Blick in die Verpackung vermisst: der liegt im Beutelchen im Podesteinleger zur Eigenmontage bei.

Der Zughaken am Fahrgestell lässt auch das Ankuppeln eines weiteren Anhängers zu. Er passt zu den Fahrzeugmodellen der 60er-Jahre ebenso wie zu denen der 70er-Jahre. Der Bauwagen kann hinter die entsprechenden Fahrzeuge aus dem Fuhrpark mit Zughaken gehängt werden, oder für den flotteren Transport auf den Tieflader verladen werden. 

0802.09 – VW Käfer Cabrio „100 Jahre Sieper“

Was hatten die WIKING-Sammler für ein Glück! 2017 konnten sie zusammen mit den Siku- und WIKING-Mitarbeitern am Standort Lüdenscheid 85 Jahre WIKING feiern. Man sieht, man sollte Feste feiern, wie sie fallen. Wer weiß was kommt.

In diesem Jahr sollte es eigentlich ein ähnliches Fest für Siku geben. Daraus wird auf Grund der Pandemie leider nichts. Aber 101 wäre auch eine Zahl, die vor allem WIKING-Sammlern ein Fest im kommenden Jahr wert wäre. Und Sondermodelle von WIKING gibt es zum 100. Jubiläum der Schwestermarke Siku trotzdem.

 

Das Sondermodell für das Museum, der MB L 5000 Tanksattelzug, steht ebenfalls im Zeichen des Jubiläums. Die Verpackung weist auf den runden Geburtstag hin. Im gemeinsamen Markenmuseum – der Siku//WIKING Modellwelt – wird seit 2012 die Geschichte beider Unternehmen in Dauer- und Wechselausstellungen präsentiert. Seitdem gibt es jährlich ein Sondermodell von WIKING für die Modellwelt, welches auch nur dort offiziell angeboten wird.   

 

Ergänzt wird es in diesem Jahr von einem → Sondermodell-Quartett, welches verteilt über vier Auslieferungen über den Fachhandel vertrieben wird. Ausgewählt wurden das VW 1302 Cabriolet, der VW 1200 Brezelfenster-Käfer, VW T1 Kastenwagen (aus alter Form) und der VW T2 Bus. Erstes ausgeliefertes Modell ist ein VW 1302 Kaäfer Cabriolet im leuchtenden Orangeton. Und so orange war noch kein anderes Käfer Cabrio zuvor.

Die erfrischend orange Karosserie ruht auf einem perlweißen Fahrgestell. Inneneinrichtung, Faltdach und Felgen sind ebenfalls perlweiß. Die Buckelkappen sind orange bedruckt. Drucktechnisch ist das Modell im Vergleich zum letzten Serienmodell eher zurückhaltend bedruckt. Nur die Türgriffe sind silbern bedruckt. Scheinwerfer vorne sind per Hand gesilbert, die Rückleuchten rot bemalt.

Das einfach gehaltene Modell fügt sich gut in die Reihe der Käfer Cabrios ein, nimmt dabei den historischen Farbauftritt der Firma Sieper auf. Die drei weiteren Modelle werden mit entsprechender Bedruckung und Detailverzierungen im Laufe des Jahres im Fachhandel erscheinen.