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WIKING Neuheiten Februar 2019 – Teil 1

0227.09 – MB E-Klasse S213 Avantgarde

Die Familie der aktuellen E-Klasse bei WIKING wächst stetig weiter. Für das T-Modell S213 steht mit der Februar-Auslieferung die nächste Formvariante an.

Die Konstrukteure haben die Form unter anderem so angelegt, dass über Schieber verschiedene Grillvarianten am Modell dargestellt werden können. Nach dem klassischen Mercedes Benz Kühlergrill mit Stern auf der Haube, folgt nun der sportliche flache Grill mit großem Stern im Grill. Kein Stern auf den ich als Fahrer schaue, dafür sehen die Voranfahrenden den übergroßen Stern im Rückspiegel.

Edel und perfekt lackiert in selenitgrau metallic steht das Modell vor dem Betrachter. Die Druck- und Ausführungsdetails sind dem Sammler bereits von den vorherigen Modellen bekannt.

Durchbrochene Felgen, feiner Chromzierrat und präzise Drucke machen das Modell sehr hochwertig. Die Chromfolienheißprägung des Kühlergrills fällt naturgemäß etwas unauffälliger auf. Zu erwähnen dabei das anstelle des geätzten Sterns aufgedruckte Mercedes-Benz-Emblem, lupenrein aufgedruckt. Mehr Detailtiefe geht nicht in diesem Maßstab.

      

Die Avantgarde-Variante gibt die sportliche Erscheinung des Vorbildfahrzeuges perfekt wieder. Wer es noch sportlicher mag, und noch mehr viereckiges Geld hat, der kann zur AMG-Version greifen. Die hat auch WIKING in Vorbereitung – und das vermutlich ohne Aufpreis. Noch im ersten Halbjahr 2019 soll das Modell kommen – schöne Vorstellung.

0335.02 – Tempo Matador Tiefpritsche

Überraschend schnell nach dem ersten Tempo Matador mit Hochpritsche erscheint der Matador mit Tiefpritsche. Im Dezember kam der Hamburger Transporter ins WIKING-Programm und war sofort werkseitig ausverkauft.

An diesen erfolgreichen Modellstart soll nun die zweite mögliche Pritschenvariante anknüpfen. Dafür bekommt der Tempo Matador auch in der zweiten Variante ein den WIKING-Sammlern nicht unbekanntes Farbkleid mit auf den Weg.

Als Werbemodell im Maßstab 1:50 rollten die Tempo Matador einst – auch in dieser Farbgebung – zu den Tempo-Händlern. Viele Sammler werden das Modell nur aus den bisherigen Veröffentlichungen in Büchern oder der Caramini (Ausgabe 12/2018) rund um die großen WIKING-Werbemodelle, aus Auktionskatalogen und der SIKU // WIKING Modellwelt kennen.

In der Hand hatte der Verfasser das farblich und modellbautechnisch beeindruckte Modell nur einmal auf einem Sammlertreffen. Nun steht das neue Modell im H0-Maßstab auf dem Tisch und beeindruckt in seiner Feinheit wieder durch Farbe und Formgebung. Die Aufbauten sind türkis, das Fahrgestell ist rot ausgeführt.

            

Das Knautschgesicht wirkt in der türkisenen Farbgebung nicht spielzeughaft, aber lädt zum Spielen ein. Die tiefgesetzte Ladefläche ermöglicht beim Vorbild eine einfachere Beladung mit Sack- oder Schubkarre. Ein Vorteil gegenüber der Hochpritsche oder dem heckmotorisierten VW Transporter. Ein Nachteil ist für manche Nutzungen die durch die Radhäuser reduzierte Ladefläche. Diese ragen rot aus der Ladefläche empor. Wie beim unverglasten Vorgänger lassen sich so zwei Stapelkästen nur versetzt transportieren.

Der neue Pritschenwagen wartet mit den gleichen Details wie das erste Serienmodell auf. Zierleisten, Schriftzüge und Logo sind silbern aufgedruckt. Neben den eingesetzten Scheinwerfern wurden die Rückleuchten rot bedruckt.

0150.01 – Mercedes-Benz 300

Das Fahrzeug war Ende der 50er-Jahre eine Erscheinung. Selten zu sehen, im Bonner Raum vielleicht noch etwas häufiger. Denn im neuen Regierungsviertel bewegten die großen Limousinen mit Stern die Lenker der jungen Republik. So kamen die großen Mercedes Fahrzeuge jener Zeit zu Ihrem Namen. Bis heute weiß man, was mit einem „Adenauer-Mercedes“ gemeint ist.

Der 300er war bis 1988 ein Dauerläufer im WIKING Programm. Schon früh nahm in Friedrich Peltzer in das Programm auf. Zunächst in anderer Form noch unverglast, dann wie heute vorliegend ab 1960 in verglaster Form. Das Modell erfuhr in der Zeit einige Formänderungen, wie Darstellung der Fensterholme, Zughaken am Fahrgestell oder auch der Einsatz einer Inneneinrichtung. Mitte der 90er Jahre wurde für ein Mercedes-Benz Werbemodell der Zughaken aus der Form zurückgebaut. Dieser machte – zunächst angeklebt – den Benz über zwei Jahrzehnte lang zum großen Zugfahrzeug für schwere Anhängelasten. In der Kombination mit Motorboot oder großem Wohnwagen viele Jahre als Geschenkpackung angeboten, waren die auch einzeln erworben Modelle sicher auf fast jeder europäischen Modellbahnplatte anzutreffen. An den Spielwert dieser Gespanne erinnert sich der Verfasser noch heute gerne. Mit dem Sondermodell für den Neuheiten-Ticker lebte diese Kombination vor 5 Jahren noch einmal auf, ergänzt durch das Motorboot vor 2 Jahren.

Bei besagtem Sondermodell wurde der Mercedes Benz 300 bewusst in der schlichten Gestaltung der 1970er-Jahre gehalten. So reihte sich das Modell unauffällig in schwarzrot neben seinen Vorgängern ein. Auch das Mercedes-Benz Werbemodell von 1994, das folgende Modell aus der Packung „Staatsbesuch in Bonn“ (im Bild oben) und das Sondermodell für den PMS waren nur minimal bemalt. Etwas mehr Bemalung durfte es beim Regierungsfahrzeug des SammlerKontors 2013 mit Standarte sein. Rückleuchten und Blinker wurden hier zusätzlich zu den Scheinwerfern bemalt, der silberne Kühlergrill wurde schwarz bedruckt.

Mit dem heutigen Serienmodell geht WIKING einen anderen Weg. Das erste zivile Serienmodell nach 30 Jahren übernimmt für die Zierleisten, Fensterrahmungen und die Details den Bedruckungsumfang des letzten Serienmodells, dem 300er als Feuerwehrfahrzeug (0861.25). Dessen Vorbild ist übrigens im Technik Museum Speyer zu sehen.

Auf der grünblau durchgefärbten Karosserie – nicht wie in Nürnberg gezeigt in dieser Farbe lackiert und mit Klarlackfinish veredelt – kommen diese silbernen Drucke besonders gut zur Geltung. Am Heck der Stern auf dem Kofferraumdeckel, Zierleisten an Fenstern und Blech sowie die Türgriffe wurden bedruckt.

Für den richtigen Glanz sorgen der chromsilbern lackierte Grill und das Fahrgestell. Der Grill bekommt schwarze Kontrastflächen aufgedruckt, die Rückleuchten werden rot bemalt. Als Oldtimer dürfen natürlich auch die Weißwandreifen nicht fehlen.

Ein glänzendes Comeback. Nach über 30 Jahren ist der Mercedes Benz 300 so schick wie nie zurück im WIKING Programm. Ein echter Dauerläufer.

0267.01 – MB 207 D Wohnmobil „Marco Polo”

Einmal ganz anders bitte. Bislang waren die WIKING-Sammler bei den Wohnmobilen eher die freundlichen Grau- und Weißtöne gewohnt, wie sie auch im Vorbild überwiegend anzutreffen sind und waren. Aber es ging vor über 30 Jahren auch anders. Creme-, Beige- und Brauntöne waren in den frühen 1980er-Jahren noch sehr angesagt.

Was bei den PKW schnell aus der Mode kam, war bei den langlebigen und lang genutzten Wohnmobilen noch bis Ende der 1990er Jahre ab und an zu sehen. Der Flair der frühen 80er wirkte nach.

Nun lebt er am Mercedes Benz Transporter mit Westfalia Dachaufbau nach fast 25 Jahren wieder auf. Der in Bremen und Düsseldorf gebaute – intern T1 benannte – Kastenwagen wurde in Kooperation mit Westfalia ab Werk als Wohnmobil angeboten. Er ist noch ein echter Kantenkerl, so wie man sich einen Kastenwagen vorstellt. Die kurze kantige Haube beherbergt die Motoren, die Karosseriekanten wie mit dem Lineal gezogen.

Als „James Cook“ zog das Modell 1988 in das Programm ein, als Grundmodell und Vorbild schon ein paar Jahre am Markt war. Dem bestehenden Transporter wurde das neue Hochdach aufgesetzt, vermutlich über einen Schieber in der Form die geänderte Heckpartie dargestellt. Das Modell erfuhr mit der Zeit ein paar optische Anpassungen im Detail, an Blinkern und Scheinwerfer sowie zum Schluss von 1994 bis 1995 eine erweiterte Bemalung.

Der Cook war das zweite Wohnmobil auf Basis des MB 207. Mit flachem Hochdach und Standardeinrichtung wurde er als „Skipper“ unverändert zwischen 1980 und 1990 angeboten. Mit Schlafalkoven als „Marco Polo“ zeichnet WIKING nun die Modelljahre bis ca. 1988 nach, in denen das Vorbild angeboten wurde. Wie nah am Vorbild WIKING das Modell umgesetzt hat, erkennt man an einem historischen Fahrzeug aus dem Jahr 1988. Diese wurde durch die Auto-Motor-Sport vorgestellt, Bilder finden Sie über diesen → Link.

Das Modell baut auf einem schwarzen Fahrgestell auf. Das verfügt über eine Anhängerkupplung, die einen Anhängertransport möglich macht. Die Felgen sind wie der Aufbau sandgelb, das aufgesetzte Hochdach ist perlweiß ausgeführt.

Im Innenraum ist alles da, was man auf dem Dioramen-Campingplatz benötigt. Kleine Küche, Sitzecke – alles in olivgrauer Farbgebung. Was keiner sieht: in das Bett im Hochdach kann das Preiserfigürchen nicht klettern, denn im Modell ist da ja noch das geschlossene Dach des Transporters. Außen zeigt sich das Modell von bestmöglicher Seite. Auf die sandgelbe Karosserie hat WIKING vorbildgerecht die modelltypischen Beschriftungen, das Marco-Polo-Logo und Zierstreifen aufgebracht.

Das Hochdach trägt den schwarzen „Westfalia“-Schriftzug. Die Bedruckung bzw. Bemalung der Rückleuchten, Scheinwerfer und Blinker rundet das Gesamtbild als gelungene Youngtimer-Neuauflage ab.

Nach Wohnwagengespannen und Einzelmodellen setzt WIKING seine Modellauffrischung nun bei den Wohnmobilen fort. Der gut umgesetzte Marco Polo dürfte auf reges Interesse treffen, denn es bereichert ein beliebtes Themenfeld.