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WIKING Neuheiten Oktober 2021

0208.03 – Lada 4×4

Mit neuem Grill wird der Lada Niva bei der aktuellen Neuheitenauslieferung vom Youngtimer zum jungen Gebrauchtwagen. Die dritte Formvariante mit neuem Grillbauteil vollzieht diesem Spagat nach, den nur wenige zeitgenössische Fahrzeuge geschafft haben.

Seit 2013 trägt das Vorbildfahrzeug den modifizierten Grill. Die Blinker haben sich in Form und Größe etwas geändert, was sich in dem Maßstab aber kaum nachbilden lässt, so dass der Druck ausreichend detailreich ist. Das Modell bleibt in seinen Grundzügen unverändert. Dreitürig, große Heckklappe und Anhängerkupplung. Kommt aber deutlich edler daher und will kein echtes Arbeitstier mehr sein. Silber-metallic lackiert ist der russische Offroader nun.

Am Heck ändert sich die Modellbezeichnung. Oberhalb der Kennzeichenleuchte ist nun der „LADA“-Schriftzug zu finden. Links neben dem Kennzeichenbereich die Bezeichnung 4×4. Beides in dunklem Silber auf den Lack aufgedruckt. Innen geht es gewohnt schlicht zu. Schwarze, detaillierte Inneneinrichtung mit eingesetztem Lenkrad, schwarze Stoßstangen und ebenso schwarz bedruckte Türgriffe, Fensterrahmen und Zierleisten. Die seitliche schwarze Leiste entfällt.

Auffallend glänzend sind die Alufelgen mit Straßenbereifung. Diese strahlen nun endlich silbern in Aluoptik und lassen den kantigen Offroader bei aller Einfachheit doch edler wirken. Damit ist der Lada dem Landleben entkommen und in der Stadt zu Hause.

Während der inzwischen werkseitig vergriffene grüne Lada (0208.01) aus der Erstauslieferung mit Stahlfelgen noch mehr Nutzfahrzeugcharakter hatte, wandelte sich die blaue Variante (0208.02) schon mit Alus mehr dem hügeligen Landleben zu. Die Formneuheit ist sich dann schon zu schick für den Feldweg, mag man meinen. So gibt es jetzt für jeden Anlass einen. Auch der neue 4×4 wird seine Anhänger finden, nicht nur für die serienmäßige Anhängerkupplung.

 

0645.05 – MB 1620 Schuttwagen „Edelhoff“

Ganz in weiß, so waren die Edelhoff-Fahrzeuge lange Jahre in der Region rund um Iserlohn unterwegs. Der umtriebige und innovationsbegeisterte Firmenchef machte aus dem kleinen Betrieb ein regional starkes Entsorgungsunternehmen. Nach der der Firmenübernahme durch die VEW – Vereinigten Elektrizitätswerke Westfalen und in Folge durch RWE erhielten die Fahrzeuge andere Farbgestaltungen. Ein ähnlich schlichtes weißes Fahrzeuggewand kennt man heute noch von Lobbe oder Remondis, wobei hier auch ein wenig Grau an Stoßstangen und Grill zu finden ist. 

Die ganz weißen Edelhoff-Modell kennt der erfahrene WIKING Sammler schon aus den 80er-Jahren. Zwischen 1985 und 1987 war der Pressmüllwagen auf NG-Fahrgestell so im Programm. Als Werbemodell gab es das Modell in verschiedenen Ausführungen unter anderem als deutsche Edelhoff und französischer Soneville – ein Tochterunternehmen – Ausführung. 1992 folgte dann das Straßenkehrfahrzeug und blieb bis 1995 im Programm. Den Modellen dieser Jahre mit weißen Stoßstangen gemein ist, dass der Kunststoff dort – zum Teil auch am Aufbau – mehr oder weniger stark vergilbt. Ein Manko, was dem neuen Modell hoffentlich auf Grund anderer Kunststoffgüte erspart bleibt.

Der neue MB 1620 mit Baufahrzeugfahrgestell ist in diesem Monat gleich in zwei Ausführungen in der Auslieferung enthalten. Als Kipper fährt er in den Fuhrpark bei Bölling ein, als signalweißes Absetzfahrzeug mit Schuttmulde bei Edelhoff. Auch hier natürlich ganz in Weiß. Der blau bedruckte Grill hebt sich dabei deutlich vom Fahrzeug ab. 

Die Scheinwerfer sind gesilbert, die Rückleuchten sind rot bemalt. Eine rotweiße Warnbake ziert die Front. Mehr Farbe gibt es vorbildgerecht in Anlehnung an ein Vorbildfahrzeug nicht. Am Heck gibt es den kleinen Zughaken. Hier könnte man, wenn es ihn mal irgendwann geben sollte, einen weißen Muldenkippanhänger ziehen. Lässt man die weiße Mulde von der Kippvorrichtung rutschen, kann man sich das so verändert aussehende Bauteil genauer ansehen. Denn plötzlich ist ein Deckel darauf. Wo kommt der her?

Bei genauem Hinsehen entpuppt dieser sich als Dach vom alten kleinen Kofferaufbau, wie er beim Post-LKW (0550) oder Postanhänger (0551) einst zum Einsatz kam. Der Dachbauteil ist aufgeklebt. Die Rinne und die Positionsleuchten fallen nur bedingt ins Auge, werden eher als Verschlüsse oder Nähte wahrgenommen. Hinten ist die Mulde durch die abgesenkte Heckkante offen. Auf der stilisierten Abdeckplane ist blauer Werbeaufdruck zu lesen, „SYSTEM EDELHOFF“ ist aufgedruckt.


 


 

0433.08 – Volvo F89 „ASG“

Das neue Fahrgestell für die beiden Volvo F88 und F89 Fahrerhäuser kommt zum zweiten Einsatz. Nach der älteren F88-Kabine folgt nun die jüngere F89-Kabine. Und das im bekannten und beliebten Firmenfarben der ASG-Spedition.

Der mächtige Lastzug besteht aus dem dreiachsigen Zugfahrzeug und einem dreiachsigen Anhänger. Auf den Fahrgestellen ist die saphirblaue Hochbordpritsche verbaut. Diese nordische Kombination kennen wir schon von Scania 111 Lastzug (0433.04) aus dem Jahr 2017. Abweichend trägt der Volvo-Lastzug nun Planen mit melonengelben und weißen Firmendrucken.

Hinten sind die Planen offen. Bei der Rückansicht fallen die rot bedruckten Rückleuchten ins Auge. Vorne am Zugfahrzeug die mehrfache Bedruckung an Details und mit Schriftzügen. Die Kabine hat einen blauen Banddruck mit ausgespartem ASG-Logo erhalten. Die Blinker sind orange, die Türgriffe silbern abgesetzt, die VOLVO F89-Typenbezeichnung ist silbern aufgedruckt.

Dazu gibt es an der Kabine mit Heckfenster Anbauteile wie Sonnenblende, die saphirblaue Steigleiter zum gleichfarbigen Dachgepäckträger und das melonengelbe ASG-Dachschild mit blauem Kontrastdruck. Kippbar ist die Kabine natürlich auch wieder. Und die hintere Achse lässt sich hochsetzen und arretieren wie am F88.

Die Achsen sind unterschiedlich mit Felgen bestückt. Lenk- und Antriebsachse mit den Renntruckfelgen, dritte Achse und Anhänger mit melonengelben 8-Loch-Felgen. Die silbergrauen Pritscheneinlagen sind durch die offene Plane sichtbar, oder nach Abnehmen der Planen. 

Während das Fahrgestell für den Volvo eine diesjährige Neuentwiclung ist, hat das Fahrgestell des Anhängers schon einige Jahrzehnte Produktgeschichte hinter sich.  Seit 1969 kommt er überwiegend mit Stahl- oder Holzpritsche zum Einsatz. Erst seit 2017 auch mit Hochbordpritsche. Dann aber auch in ASG-Farben. In diesen ist er mit Plane auf den Pritschen nun in vier Varianten produziert worden: zweimal mit Holzpritsche (Serie und Wasmus, mitte), Stahlpritsche (Wasmus, vorne) und nun Hochbordholzpritsche (hinten). Dazu noch einmal ohne Plane mit Hochbordpritsche am oben erwähnten Scania-Hängerzug.

Diese Kombination aus dem neuen Fahrgestell, Volvo F89 Kabine und Hochbordpritsche sowie passendem Anhänger ist eine Formneuheit bei WIKING. Der sechsachsige Lastzug wird wie schon andere Fahrzeuge der Reihe sein Vorbild eher im skandinavischen Raum gehabt haben.

Nach einem Volvo N10 Pritschen-LKW (0462.01), hier mit Sondermodellanhänger von Wasmus im Bild, und dem Volvo N12 Pritschenlastzug (0432.02) kommt so nun der dritte Volvo-Lastzug auf den Speditionshof gefahren. Da wird es langsam eng vor dem Kontor. Denn neben den drei Volvo Lastzügen wollen auch noch die Sattelzüge und Scania-Lastzüge einen Platz finden. Die umfangreiche Themenwelt bekommt in diesem Herbst mit dem Volvo F89 passend schöne Ergänzung.

0722.05 – Büssing D2U Doppeldeckerbus “ BLUNA“

Wie man den Löwen auf die Palme bringt? In dem man ihm ein Erfrischungsgetränk serviert. Oder man druckt dem Büssing D2U eine Pop-Werbung auf die Karosserie. Letztes hat WIKING nun gemacht, und damit nicht nur ein Vorbildfahrzeug nachempfunden. Sondern auch die in den 80ern nachträglich von Fröwis beschrifteten Busse mit ähnlicher Werbeaufmachung.

So ist der neue Doppeldecker eine Mischung aus WIKING- und Vorbildgeschichte. Das Original mit der Wagennummer 1415 dürfte laut Fotomaterial auf traditionsbus.de sogar noch über eine gelbe Lackierung verfügt haben. Auf anderen Fotos wirkt das Fahrzeug eher beige. Weshalb hier von einer Umsetzung in Anlehnung an Vorbild und Nachzeichnung der Pseudowerbemodelle ausgegangen werden kann. Und die ist gelungen. Die mehrfarbige Bedruckung wirkt und steht dem  Klassiker sehr gut.

Erst letztes Jahr im Sommer erschien die letzte Doornkaat – Modellvariante (0772.04), die mittlerweile ausverkauft ist. Das war die bisherige Topverion, mit dem umfangreichsten Bedruckungsumfang seit der Wiederaufnahme in das Programm vor über 10 Jahren. Schnaps, Schultheiss Bier und Schuhen folgt nun Limo und Cola.

Mit dem neuen Farbgewand gibt es auch eine andere Zielbeschriftung. Auf der Linie 86 fährt er nach Steglitz. Die Liniennummer ist auch in der Zielanzeige mitgeführt. Ein vorbildgerechtes Novum bei den Doppeldeckern von WIKING. Bekannt sind die silberne Bedruckung an Spinne, Stoßstange und Scheinwerfern. Auch das zweifarbige Büssing-Logo oberhalb der Spinne fährt wieder mit. 

Am Heck kommen die bemalten roten Rückleuchten und orange Blinker hinzu. Schön ist das nun kleinere und vorbildgerechtere BVG-Logo auf den Seiten des Busses. Das passt besser zum feineren Druck und Gesamtbild des Modells.

Das erste Mal erhält der Büssing D2U bei WIKING keine Bandwerbung auf den Seiten, oder auch am Heck. Erstmals wird eine fünfseitige Werbebeschriftung umgesetzt, die sich über den gesamten Bus erstreckt. Mit der damals noch sehr ungwöhnlichen Werbemaßnahme muss der Bus ein Hingucker im Straßenbild gewesen sein. Und ist es heute in gleicher Weise der Vitrine.

 

Links und rechts mit unterschiedlichen Werbesprüchen für Bluna und Afri-Cola, braunen Palmenstämmen und sich auf dem Dach in einer grünen Fläche vereinenden Palmblättern rollt der Klassiker auf schwarzem Fahrgestell in die Ausstellung. Also bitte mal wenden für andere Ansichten. Innen hat er wieder eine mossgrüne Einrichtung und einen Fahrer hinter dem schwarzgrauen Lenkrad. Da würde man gerne wie die kleinen grünen Figuren eine Runde mitfahren. Sind wir nicht alle ein bisschen Bluna? Na dann, gute Fahrt!


 


 

0797.28 – VW T1 Sambabus „Weihnachtsbulli“

Nach über 20 Jahren gibt es mal wieder ein Weihnachtsmodell im Serienprogramm bei WIKING. Der VW T1 Sambabus darf beim Weihnachtsmann aushelfen. Und in zwei Monaten ist schon Weihnachten, für WIKING-Sammler schon heute.

Der Bulli ist weihnachtlich in ganzer Linie gestaltet. Zweifarbig mit verkehrsrotem Unterteil und weißen Oberteil an der Karosserie. Silberne US-Stoßstangen sind angesteckt. Neben den bekannten Silberungen an Zierlinien und Blinkern kommt ein mehrfarbiger Druck in Form von Weihnachtsbäumen und stilisierten Schneeflocken zum Gestaltungseinsatz.

 

An der Front sind Flocken und Baum laubgrün auf der weißen Blechnase aufgedruckt. An den Seiten und am Heck sind die Motive weiß aufgedruckt. Auch innen ist der Bulli rot und weiß gehalten. Das graue Faltdach ist jahreszeitbedingt geschlossen.

Der Weihnachtsbulli macht Vorfreude auf das Weihnachtsfest. Mit dem Modell knüpft WIKING an eine kleine Modellreihe von Weihnachtsmodellen an. Ende der 1990er-Jahre gab bereits ein Quartett aus Weihnachtsmodellen, die mit den Oktober bzw. damals noch erscheinenden November-Neuheiten einmalig ausgeliefert wurden. Die Modelle standen auf einem weißen Vitrinensockel, teils mit Figuren und Aufstellern ergänzt. Jahreszahlen weisen auf das Erscheinungsjahr hin, goldene Schriftzüge, Sterne und Logos sorgten für einen edlen Auftritt der vier klassischen Fahrzeugmodelle. Ähnliche Modelle gab es in dieser Zeit bis Anfang der Nullerjahre des neuen Jahrtausends auch für Volkswagen als Werbemodelle mit aktuellen Fahrzeugmodellen von Golf IV über Beetle bis zum Polo.