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Zu Gast beim … WTW 2019

Seit 15 Jahren treffen sich Sammler aus der ganzen Republik zu einem gemeinsamen Wochenende rund um die WIKING Modelle. Diese Sammlertreffen wurden im März 2005 in Dreieich aus der Taufe gehoben. Viele folgten an verschiedenen Orten in unterschiedlichen Gruppen. Zum 16. Mal in diesem Jahr unter dem Titel WtW-WIKING-trifft-WIKING am 12. und 13. Oktober in Lüdenscheid.

Im Gepäck hatten die Sammler wieder eine Vielzahl von Modellen, besonderen WIKING- und Peltzer-Druckerzeugnissen und Geschichten rund um die Lieblingsmarke. Neben liebevoll gestalteten Dioramen gab es an vielen Tischen diverse Sammelthemen zu bestaunen, die die Variantenvielfalt einzelner Modelle eindrucksvoll vor Augen führte. Die folgenden Fotos sollen einen kleinen Eindruck der gezeigten Modelle vermitteln.

Die Kreativität der Teilnehmer, mit der sie Modelle und besondere Teile in Szene setzen, ist jedes Mal faszinierend. Da steht man plötzlich vor einem überdimensionalen WIKING-Schild, davor Handskizzen von Herrn Peltzer, seinen Druckerzeugnissen und – ja es ist es tatsächlich – seinem Familienstammbuch.

 

Daneben betritt man einen Schrottplatz, der intensiv bespielte Modelle beherbergte und teils sehr gut gemachten Umbauten Platz gibt. Je nach Farbvariante und Modell wäre es allerdings sehr kostspielig, diese Platzhalter gegen unbespielte Modelle in der Vitrine zu ersetzten.

 

Wie der Vater so der Sohn – Gott erhalt die Tradition. Das Diorama des jüngsten Teilnehmers (8) hatte bereits seinen zweiten Auftritt. Für ein Schulprojekt zum Schuljahresende wurde es eigenständig gebaut und mit eigenen Modellen aus der für das Alter schon umfangreichen Sammlung bestückt. Dafür wechselten einige der Modelle vom Schaukasten und der Modelleisenbahn auf das kleine Diorama. Dazu gab es Plakate mit WIKING-Wissen und Fotos. Beim Schulprojekt wurde das Besucherwissen mittels Quiz getestet und vollständig richtig beantwortete Fragenbögen am Ende mit einem WIKING-Modell belohnt. Beim WtW setzen wird dieses Fachwissen mal voraus 😉

Wohin eine solche Leidenschaft führen kann zeigt die nächste Präsentation, denn diese wird – als schönste Präsentation des Treffens prämiert – wieder im Modellautomuseum in Bernau zu sehen sein. Neben Serienfahrzeugen entdeckt der Betrachter hier auch einige Sonderlinge. Neben den RS-Häusern ist der Straßenplan mit Figuren und Zubehör bestückt.

Unverglaste Koffer-LKW und Koffersattelzüge zeugen von den ersten Werbemodelleinsätzen der WIKING Modelle und dem Anfang der 1950er-Jahre wieder aufkommenden Transportverkehre.

Ein angekündigtes Sondermodell hat einen Teilnehmer dazu veranlasst seine MB L 406 RTW Modelle mit nach Lüdenscheid zu bringen. Neben den Serienmodellen links brachte er auch Vorserien mit deutlichen Formänderungen und diverse Farbstudien und Probepritzungen mit. Dabei auch vier Modelle der „Gerichtsmedizin-Modelle“. Damit sind von dieser Farbvariante jetzt mindestens 6 und bis zu geschätzten 10 Modellen mit unterschiedlichen Chassisfarben bekannt. Bei den Farbstudien fallen dann noch blautransparente Verglasungen auf, die es beim Serienmodell nicht gab. Dort sind es dann die Chassisfarben, die diverse Varianten erzeugen. Und dann kam im Sammlergespräch noch auf, dass es auf Grund eines Formverschleißes unterschiedlich geprägte Grillflächen gibt: Ursprungsform, defekte Form mit „verlaufenden Grilllinien“ und verformtem Stern und nachgepägter Grill.

Tatort Minidiorama: Probespritzung trifft Verpackungsmuster. Eines der blaugraunen Modelle hat dann schon mal den noch etwas zu großen Entwurf des Papiereinlegers getestet. So ähnlich wird das neue Sondermodell zum Neuheiten-Ticker wirken.

Noch sortenreicher als echtes Toastbrot ist nur die WIKING Toastscheibe – der MB 1317. Ein Teilnehmer präsentierte einen direkten Vergleich. Holztransporter, Müllwagen, Hinterkipper, Pritschen-, Kofferlastwagen und Baustoffwagen. Und es sind noch nicht alle … 

Es sind noch keine 100 Varianten, aber der Hanomag ST 100 ist auf dem Weg dorthin. Auch bei diesem Klassiker haben sich in über 35 Jahren eine ganze Menge unterschiedliche Ausführungen und einige Umbauten angesammelt.  

Die ersten Verkehrsmodelle aus Metall im Maßstab 1:200 werden nicht mehr variantenreicher. Hier ist die Herausforderung diese kleinen Modelle zu finden und zu erkennen. Hier in einem Diorama mit passend verkleinertem Straßenplan und Gebäudeschnittbogen arrangiert.   

Der Winter kann kommen, die Holztransporter liefern ausreichend Material an. Neben häufig anzutreffenden Kabinenfarben entdeckt der Kenner einige besondere Farbtöne unter den Kurzhaubern und Frontlenkern.

Daneben findet ein VW T1-Treffen statt. Kasten, Bus, Samba, Pritsche und Doka – alle je aufgelegten Karosserieformen sind vertreten. Als altes Modell und als Neuauflage sind die Modelle aus der alten Form zu sehen. Dazu der VW T1c aus der jüngeren Form und der VW T1a (Typ 2) aus der neuen Form. Und da ist noch längst nicht jede Variante dabei. Der Bulli läuft, und läuft und läuft.

Die kleinste Präsentation hatte Platz in einem Koffer – danach noch besser. Denn das Bier wurde Teil der Wohltätigkeitsauktion. Auf der Straße trafen sich zwei Generationen Bierlastwagen.

 

Das letzte Diorama auf dem Rundgang ist ein Busdepot der BVG Berlin. Hier gab es diverse Varianten des MAN SD 200 zu entdecken. Vom Messemuster über teils unbedruckte Werbemodelle und Serienmodellen waren auch nachträglich beschriftete Serienmodelle mit zeitgenössischer Werbung zu sehen. Und manchmal ist es nur die Verpackung, die den Unterschied macht. Denn auf frühen Papiereinlegern ist noch der Zusatz von F.K. Peltzer zu lesen: „Das ist besser als das Prökeln mit den glitschigen Nasschiebern“. Mit diesen wurden wiederum zwei Busse zu Werbeträgern für Wimo sip und Milch.

Im Rahmen der jährlichen Wohltätigkeitsauktion kamen am frühen Abend von den Teilnehmern gespendete Modelle, Schiffe, Flugzeuge, WIKING-Knöpfe, Bücher, Zeitschriften und weiteres Material unter den Hammer. Wie jedes Jahr geht der Erlös an ein Kinderheim in Berlin.

Weitere Bilder zu dem Treffen gibt es hier:

Schlittenbacher.de

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