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Zu Gast beim … WTW 2020

Zum 17. Mal trafen sich auch in diesem Jahr unter dem Titel WtW WIKING-trifft-WIKING am 10. und 11. Oktober 2020 Sammler in Lüdenscheid. Coronabedingt in sehr kleiner Runde mit nur 10 Sammlern, aber wir konnten uns treffen, austauschen und fachsimpeln. Mit Abstand zu den Sammlern, aber an die Modelle musst man schon mal ganz nah dran. Denn im Gepäck hatten die Sammler wieder eine Vielzahl von besondern Modellen, besonderen WIKING- und Peltzer-Druckerzeugnisse und dioramenschmückende Leckereien. Die folgenden Fotos sollen einen kleinen Eindruck der gezeigten Modelle vermitteln.

Den Abschluss bildete wie in den letzten Jahren ein gemeinsamer Besuch in der SIKU // WIKING Modellwelt in Lüdenscheid. Die anwesenden Sammler entschieden zudem nach sieben Treffen in Lüdenscheid im kommenden Jahr einen neuen Veranstaltungsort für das Treffen auszuwählen. Geplant ist ein Treffen in Nottuln bei Münster, wo die Verkehrsmodelle-Sammlung von Karl-Heinz Pawelzik nun in das Oldtimermuseum Nottuln eingezogen ist, und demnächst präsentiert wird. Eine offizielle Eröffnung des Museums ist für 2021 geplant. WtW möchte das traditionelle Sammlertreffen mit dem Besuch des Museums einmalig verknüpfen, und sich neben den kleinen WIKING Autos auch mal den rund 80 Oldtimern im Museum widmen. Ein neues Format, dann heißt es WtW zu Gast bei …

Stuhlkreis mit Abstand, zwischen den WIKING Modellen, Dioramen und Präsentationen fachsimpelten die Sammler wieder. Klar, auch alte Geschichten wurden ausgetauscht. Mitgebrachte Modelle machten manche Formbauhistorie erlebbar. Unterschiede, die einem erst bei genauem Hinsehen auffallen. So geschehen am unscheinbaren MAN Nahverkehrslastwagen (422), an dem es mehr Formänderungen binnen eines Jahres gab, als dem Verfasser bislang bewusst war. Wenn man eine Reise macht, kann man etwas erzählen.

Reisen war 2020 schwierig. Alte Postkarten erinnerten im ersten Diorama an die Zeit vor Corona, gesammelte Karten aus der ganzen Welt garniert mit WIKING-Cabrio-Sommerfeeling. Der Kennerblick offenbart, dass es sich hier nicht um Serienmodelle handelt. Wie im Urlaub – viel außer der Reihe.

Dass das Thema „Gerichtsmedizin“ durchaus noch ausbaubar wäre, zeigt gleicher Sammler neben dem Sommerfeeling. Mittels Aufklebern wurde die Flotte ideenreich – und auch nicht immer ganz erst gemeint – erweitert. Nein Rolf, es wird keine Fortsetzung geben … auch, wenn der MB L 408 Pritschenwagen gut passen würde ; -) 

Ein Haus voller Freude auf der anderen Seite. Vermutlich eine Art Musterkoffer, Schaustück im ersten Leben. Ausziehbare Böden, mit Teppich bezogene Holzplatten. Rückseitig eine Art Garagenzeile oder Stall? Jetzt sind die WIKING-Modelle eingezogen und präsentieren ihre Vielfalt. Drahtachser, unverglaste Rollachser, Zubehör sowie Schiffe, und das teils in besonderen und seltenen Farben.

Auf der Rückseite präsentieren sich die großen WIKING -Modelle. Indstriemodelle der Schlepper, VW T1 mit Personen, Hanomag, Tempo Kautschgesicht und Dreirad. Sachdienliche Hinweise zur Herkunft und den damaligen Einsatzzweck des Holzhauses werden an den Sammler weitergegeben, der gerne mehr zu der Geschichte des Hauses wüsste.

Schwarz auf weiß – und manches mit Farbe – gab es gegenüber zu sehen. Bildpreislisten, Bestellformulare und Modelle zeigten einen Ausschnitt aus der gesamten WIKING-Geschichte bis 1984. Schiffe, Flugzeuge, Fahrzeuge in diversen Maßstäben. Arche Noah neben gläsernem Käfer, US-Pick-up, Kamm und Knöpfen – das geht auch nur bei WIKING.

Man staune, der Verkaufshilfe WIKING-Schauständer kostete 14,50 DM. Oder das Wolkenbild mit Modellen? Die Bestellung würden sicher gerne viele Sammler ausfüllen und abschicken. Oder bei folgender Präsentation nachbestellen? Mustermodelle, Vorserien, Produktionsmuster. Oben links im Bild ein Versandkarton mit Unimog U 1700 L. So wurde das Ladegut (375a/1) an Fleischmann zur Bestückung der Güterwagen verschickt.

Hier konnte man zugreifen. Getauscht, verkauft und verschenkt wurde selbstverständlich auch beim Treffen. Das bereichert den Tag und die Sammlung. Händlerpackung mit Werbemodell Hassler Möbelhof, WIKING Modell in Echtsilber und auch ganz normale Serienmodelle – eine bunte Mischung.

Ein kleiner Auszug aus dem wohl fast unendlichen Sammelthema Container-Sattelzüge. Alleine die Hapag-Lloyd Modelle können einen lebenslang beschäftigen, wenn man sich hier auf die Suche nach allen möglichen Werbemodellen macht. Und bei vielen Sattelzügen aus dem Serienprogramm gibt es diverse Detailunterschiede. Dazu kommt, mit Neuauflagen wird das Thema immer weiter ausgebaut. Eine Lebensaufgabe, die Sache mit der Transportkiste.

Heute vor 50 Jahren. Das WIKING Programm von 1970 in 3D, in Farbe und bunt. Wie zu lesen ist, wollte WIKING einst keine farbigen Lockbilder abdrucken. Dabei sind gerade hier einige der Farben sehr verlockend. Die Präsentation zeigt die Modellvielfalt jener Jahre und gibt den damals nicht abgebildeten Modellen auf der letzten Seite ein Gesicht.

Stadt, Land, Fluss? Oder eher Bach. Die Schenkung von Häusern von einem Anlagenrückbau war der Ausgangspunkt für die folgenden Vater-Sohn-Präsentationen. Ein Diorama mit Stadthäusern und ein ländliches Diorama sind entstanden. Für das Upcycling-Projekt wurden Reste aus der Modellbaukiste, eine alte Tischplatte und eine Holzplatte in zwei ganz unterschiedliche Landschaften verwandelt. Dazu Modelle aus den beiden Sammlungen.  

In der Stadt tummeln sich Fahrzeuge des Katalogjahres 1980. Na gut, nicht alles Serie, ein paar Sonderlinge sind auch dabei. Und wiederaufgelegte Figuren und die Telefonzelle. Trotzdem ganz schön was los auf der Straße und an der Tankstelle. 

Man sollte meinen auf dem Land ist es ruhiger. Aber dort hat der Postbote gerade seinen VW T1 auf die Seite gelegt. Da ist Hilfe erforderlich. Beim Bauen des Dioramas nur noch zum Teil, denn der jüngste Teilnehmer hat mit seinen knapp 10 Jahren schon fleißig mitgestaltet. Den Bachlauf, die Begrünung – da zeigt sich die Übung von Modellbahngestaltung.

Und gute Ideen und Umsetzungen werden prämiert. So kam in diesem Jahr der verkleinerte Fischgroßmarkt ganz groß raus und bekam den Pokal für die schönste Präsentation. Die Dioramenausgestaltung war zum Teil trink- oder essbar. Da WIKING keine Möven im Portfolio hat, wurden diese in Anlehnung an den Film Findet Nemo mit den Schildern Meins! dargestellt. Man beachte die Klöngruppe am Kiosk, während andere Herrschaften auf dem Betriebsgelände sich um die Frachtpapiere und die Beladung kümmern.

Der Pokal für die beste Präsentation geht dieses Jahr nach Norddeutschland und wird dort bleiben. Die Erinnerungen an dieses Treffen bei jedem einzelnen Teilnehmer auch. Damit endet der virtuelle Rundgang durch den Saal mit neun Präsentationen.

Eines bleibt noch zu erwähnen. Wie jedes Jahr gab es eine Versteigerung, deren Erlös für einen guten Zweck gespendet wird. Die von den Teilnehmern gespendeten Modelle, Zeitschriften und Bücher wurden für 335 Euro versteigert. Das Geld kommt nun einem Kinderheim in Berlin zu Gute und wird dort Weihnachten einige Kinderaugen zum Leuchten bringen.