WIKING > Neuheiten Mai 26

0030.04 – VW Käfer 1200

Läuft, wie einst das Original. Als Sondermodell oder Serienmodell. Der VW Käfer ist ein ewiger Spieler im Programm bei WIKING. Nach dem Feuerwehreinsatz der Neuauflage des 1303 kommt nun noch einmal die älteste verglaste Form des VW 1200 zum Einsatz. Von 1963 bis 1965 war das Modell zuletzt im Programm. Auch damals schon in einem hellen grünbeige, nur nicht so schön bedruckt.

Der Käfer glänzt wie frisch restauriert, die Form ist gut poliert worden. Auf die grünbeige Karosserie wurden ein paar silberne Bedruckungen aufgebracht. So sind die Zierlinie auf der Kofferraumhaube, VW-Logo, die seitlichen Zierleisten und die Türgriffe bedruckt. Neu ist die Bedruckung der Trittbretter, die nun schwarzgrau abgesetzt sind. Ein kleines Druckdetail, welches das Modell enorm aufwertet.

Die zweiteiligen Räder haben eine grünbeige Felge, die silbergrau, und damit passend zum Chassis, im Bereich der Radkappe bedruckt ist. In dem vorbildgetreuen Farbton und der feinen Bedruckung ergänzt der Käfer die Straßenszenen mit anderen wieder aufgelegten Modellen passend. Das Modell unterscheidet sich im übrigen farblich wie im Gesamtauftritt deutlich von der einmaligen Auflage aus dem Jahr 2010 (→ 0990.72 Meilensteine – Käfer Kundendienst)

0120.49 – Audi 100

Nach über 40 Jahren fährt der Audi 100 auch wieder zivil ins Programm. Nach hoheitlichen Aufgaben bei Feuerwehr und Polizei sowie zuletzt im Taxi-Dienst in den 10er-Jahren, gibt es endlich auch ein Alltagsfahrzeug des Modellklassikers in Serie. Lange haben die Sammler warten müssen. Und nun glänzt er wie das Original bei der Erstauslieferung um 1970. Verkehrsrot mit Klarlackfinishing, mattschwarzes Dach – der Audi ist ein Hingucker.

Für richtig Glanz und Tiefe sorgen die zahlreichen silbernen Detaildrucke. Zierleisten, Fensterrahmen, Audi-Ringe und Türgriffe. Alles ist betont, jede Linie wird gezeigt. Das gibt dem Modell eine tolle Tiefenwirkung, und lässt es viel feiner wirken als die Altmodelle. Der Grill auf dem silbernen Fahrgestell ist schwarz bedruckt. Die beige Einrichtung passt in die Zeit, man kann sich die Textilpolsterung mit Velourstoffen gut vorstellen.

Der Audi 100 kam drei Jahre nach der Vorstellung des Vorbilds Typ C1 ins Programm bei WIKING. Zunächst eingesetztes, später und bis heute integriertes Lenkrad. Er blieb bis 1983 im Programm. An den Nachfolger Typ C2 traute sich der Firmengründer Peltzer damals nicht mehr heran, der erschien 1978 beim neuen Wettbewerber. So bekam er erst mit dem Audi A6 im Jahr 1997 einen späten Nachfolger.

0264.09 – Volvo 850 Kombi

Wolf im Schafspelz trifft es beim Volvo 850 T-5R recht gut. Außen braver Familienkombi, innen mit rund 240 PS reichlich Kraft unter der Haube. Mit dieser sportlichen Variante feiert WIKING das 30. Programmjubiläum des Volvo 850. In passendem zeitgenössischen schwefelig gelben Farbton, hellgrauen Alufelgen und einer passenden silbernen Typenbedruckung „Volvo 850“ und „T-5R“ am Heck.

Käufer, die den T-5R wählten griffen einst auch gerne zum frechen Hellgelb in der Farbauswahl beim Händler. Kombiniert mit pulverbeschichteten Alufelgen in grau setzte man sich von der silbernen und schwarzen Alltagsmasse deutlichst ab. Genauso so setzt WIKING den jungen Klassiker nun auch um, und dem T-5R ein kleines Denkmal.

Das Modell selber ist bekanntermaßen fein detailliert, mit eingesetzten Leuchten vorne und hinten, eingesetztem Grill mit Logo-Bedruckung und angesetzter schwarzer Dachreling. 

Die umbragraue Inneneinrichtung, die schwarz eingesetzten und schwarz bedruckten Stoßleisten sowie Türgriffe spiegeln passend zur schwefelgelben Karosserie und Felgen den Zeitgeist wieder. Teuflisch gut.

 

0368.06 – Unimog U 401

Jeder Unimog ist ein Unikat. Durch die Beimischung von andersfarbigem Granulat bei Pritsche und Kabine wurde per Zufall über das Erscheinungsbild des U 401 entschieden. Bei der smaragdgrünen Westfalia-Kabine des Unimog sollen oxidrote Einschlüsse im Kunststoff Rostflecken nachbilden. An der Pritsche ist die Beimischung von braunem Kunststoff zum beigen dazu gedacht eine Holzoptik zu zeigen.

So wird ein Scheunenfund mit Abnutzungs- und Alltagsspuren dargestellt, der teils schon instandgesetzt ist. Die Pritsche ist entlackt und zeigt das rohe Holz, fertig für den Neuanstrich. Die Rückleuchten sind rot aufgedruckt. Fahrgestell, Felgen und Grill sind oxidrot ausgeführt. Der Grill ist, wie die Zierleisten und die Türgriffe, silbern bedruckt.

Wie restaurierungsbedürftig die Kabine ist, scheint sehr unterschiedlich zu sein. Das Neuheitenblatt zeigt einen Unimog mit großem Rostfleck an der der Haube. Das vorliegende Modell ist bis auf einen kleinen Rostfleck am Dach noch gut im Lack. Wer noch vor Ort beim Händler wählen kann, kann so seinen Lieblingszustand auswählen. Alle anderen dürfen sich überraschen lassen, was in der Scheune gefunden wurde.

0424.09 MB Flachpritschenkipper „Raab Karcher“

Mit dem hellroten Flachpritschenkipper folgt ein drittes Modell für den kubischen → Fuhrpark des Baustoffhändlers Raab Karcher als Farbvariante. Dieser folgt dem fast baugleichen Hochbordpritschenkipper mit Mercedes-Benz Fahrgestell. Zusammen mit MB 1317 dem Baustoffwagen bilden die drei LKW Klassiker ein zeitgenössisches Liefertrio.

Der MB Kipper hat wie sein Vorgänger ein schwarzgraues Fahrgestell sowie einen schwarzgrauen Grill erhalten. Grillrahmen, Stern und Zierleisten sind silbern bedruckt, die Scheinwerfer in der Stoßstange sind silbern bemalt. Am Heck gibt es rot bemalte Rückleuchten.

Auf den Türen der Kabine ist wieder der Raab Karcher Schriftzug in weißer Farbgebung aufgedruckt. Die flache Pritsche stammt noch vom Magirus Saturn Kipper (42k), wurde erstmals 1968 eingesetzt. Sie ist wie gewohnt kippbar, die Heckklappe beweglich. Die Modellkombination aus kubischem MB Baufahrzeug und der Pritsche gab es zuvor schon einmal firmenneutral in azurblauer Ausführung (0424.07).

0518.43 – Magirus Uranus Rungensattelzug

Einige Nutzfahrzeuge sind dann am Ende des wirtschaftlichen Betriebs im Ursprungsland dann noch noch so gut, dass sie eine zweite Karriere auf dem afrikanischen Kontinent antreten dürfen. Oder müssen, so lange die Achsen noch tragen? Ein zweites Leben in der Wüste ist auch dem Vorbild des Magirus Deutz Uranus zu teil geworden, den WIKING annähernd nachgebildet hat.

Einst Kranwagen, wurde der dreiachsige Magirus mit luftgekühltem V12-Motor und Allradantrieb zur sandgelben Sattelzugmaschine umgebaut. Ausreichend Kraft und Traktion für den Transport von schweren Gegenständen durch unwegsames Gelände rund um dem Äquator. Grobstollige Bereifung an Zugfahrzeug, Suchscheinwerfer und die gelborange Rundum-Warnleuchte sind da hilfreich.

Die Kabine und die mächtige Haube haben silberne Detailbedruckungen erhalten. Auf der Haube ist der Magirus Deutz Schriftzug aufgedruckt. Der Grill hat eine Wabenstruktur per Druckbild erhalten. Für das Material kommt der bekannte alte Rungenauflieger mit olivgrauen Rungen aus der alten Form zum Einsatz. Damit lässt sich der Transport von Langgütern, Röhren, Stahl und Holz sowie von Maschinenteilen durch die Wüste darstellen. Zusammen mit dem farbgleichen, großen Kaelble Sattelzug (→ 0554.08) aus dem letzten Jahr, kann der Magirus nun im Duo agieren.

0631.05 – Magirus Saturn Abschleppwagen

Für alte Nutzfahrzeuge, die es nicht in den weltlichen Süden oder direkt auf den Schrottplatz verschlagen hat, gab es schon mal die Chance als Abschleppwagen, Werkstattwagen oder auch Rückfahrzeug auf einem Speditionsgelände zu überleben. Bei der aktuellen Mai-Neuheit hat es der Magirus Saturn zum Abschleppwagen geschafft. Der weckt Erinnerungen an den alten Magirus 3500 Abschleppwagen. 

Auf schwarzem Fahrgestell bauen ein weinroter Kranaufbau und eine gleichfarbige Kabine auf. Hinter der Kabine wurde noch eine gesonderte Seilwindeneinheit platziert. Für mehr Sicherheit sorgt ein auf das Kabinendach aufgestecktes kleines Warnlicht. So kann der Saturn PKW, kleine LKW oder auch den Scheunenfund Unimog an den Abschlepphaken nehmen.

Auch wenn er ein Arbeitstier ist, muss der Saturn nicht ohne liebevolle Druckdetails auskommen. Bedruckte Haubenschnallen, Türgriffe, Magirus-Logo auf dem schwarz bedruckten Kühlergrill sind ebenso vorhanden wie die Hersteller-Schriftzüge auf der Haube. Bemalungen an Scheinwerfern, Blinkern und Rückleuchten runden das Gestaltungspaket ab.

0808.11 – BMW Isetta „BMW Motorsport“

Vom Einzelstück zum Vitrinenrenner. Im eher untypischen Rennoutfit kommt der Mini-BMW daher, und wirbt mit der bekannten Streifenoptik für den BMW Motorsport. Die Kunst des Modellbaus ist halt, auch kleine Autos, Einzelstücke und Liebhaberfahrzeuge groß rauskommen zu lassen. Wenn man die Isetta von allen Seiten betrachtet, ist das Ziel hier erreicht.

 

Drei Streifen in rot und zwei Blautönen ziehen sich vom rechten hinteren Radlauf bis nach vorne zum linken Radlauf auf der anderen Seite über das Dach. Die weiße Knutschkugel Isetta hat noch feine silberne Drucke an den Zierleisten, Tankdeckel aber auch Fensterrahmen, Scheibenwischer und Kennzeichenleuchte bekommen. Die kleinen BMW-Logos sind vorne und hinten silbern angedeutet.

 

Für mehr Luft sorgen zwei Lüftergitter in der Fronttür, die auf die Karosserie silbern aufgedruckt sind. Das Faltdach, gut zur Hälfte von den Streifen überdeckt, ist ansonsten grauweiß bedruckt. Sieht nach mehr Power aus, als hinten an der Hinterachse tatsächlich ankommt. Und damit der perfekte Imageträger für den Motorsport des Herstellers – niedliches Autochen im Rennanzug.

0808.98 – Magirus-Deutz 100 D7 „Klöckner“

Nach hellblauen Fahrzeugen aus der Stahlsparte bei Klöckner kommt nun ein Fahrzeug aus der Brennstoffsparte ins Programm. Der Magirus-Deutz 100 D7 mit dem aufgesetzten Tank auf der Pritsche knüpft dabei an ein Werbemodell von 1978 an, welches WIKING einst für Klöckner fertigte. Wie einst wird Heizöl transportiert.

Die in die Fläche entwickelten Neubaugebiete müssen damals wie heute mit Brennstoffen versorgt werden. Da die Ölheizung in der Regel vorherrscht(e) zogen die Öllieferanten mit ihren LKW durch die Vorstädte. Die Konkurrenz ist groß, da hilft die orange Farbe der Fahrzeuge um schon von weitem auf sich aufmerksam zu machen. Der Magirus ist insgesamt rein-orange. Nur der Tankaufbau trägt frontseitig das Klöckner-Logo und seitlich den Klöckner-Heizöl-Schriftzug.

Der Tankaufbau ist abnehmbar, aber auch der Tankaufbau vom Unterbau mit Pumpeneinheit. Von daher künftig Achtung bei Altmodellen mit schwarzgrauer Basis, hier könnte was umgesteckt sein! So kann der Magirus aber auch mit Sackware dargestellt, oder gar als kommunaler LKW dienen, wenn es sein neuer Besitzer es denn so will.

0820.05 – Ford Taunus G73A

Der ab 1949 gebaute Ford Taunus hätte auch in unverglaster Form als eines der ersten WIKING Modell überhaupt erscheinen können. Zeitlich hätte es zu den ersten Verkehrsmodellen 1949 gepasst. Vielleicht war der Buckeltaunus nicht aufregend genug, der Nachfolger mit der Weltkugel schaffte es dann 1954. Der erste Nachkriegswagen von Ford aus Köln kam erst 1989 zu Modellehren, in dem Jahr als man 50 Jahre Verkehrsmodelle feierte.

Kam die letzte Auflage des Taunus noch elegant schwarz mit silbernen Zierbedruckungen daher, ist die Mai-Neuheit doch eher eine graue Maus aus der Kölner Bucht. Die blaugraue Karosserie trägt nur wenig Zierrat. Gerade einmal der Grill ist silbern akzentuiert. Schwarze Winker, silberne Scheinwerfer, rote Rückleuchten. Fertig. Mehr Halver Hahn als Lachs-Häppchen und Sekt.

Mit der Farbvariante stellt WIKING genau das dar, was es direkt nach dem Krieg brauchte. Ein einfaches Fahrzeug zum Fortbewegen in unempfindlicher Farbe. Ohne Glanz von Chrom, kein Weißwandreifen. Einfach ein robustes Auto, grau wie die Zeit. Aber ein Neubeginn. In der Vitrine der Startpunkt der Taunus-Reihe, im zeitgenössischen Diorama die ideale Ergänzung einer Straßenszene mit Trümmergrundstücken.

0879.06 – Landwirtschaftlicher Anhänger

Die erste Auflage des schmalen landwirtschaftlichen Anhängers in minzgrüner Farbgebung (0879.05) erfreute sich im letzten Mai großer Nachfrage. Also legt man nun eine hellgrüne Variante für das Modellprogramm nach. Passt auch vortrefflich zum neuen Unimog 401. Kann man einfach, oder auch gleich zweifach anhängen.

Die Idee zu dem Anhängertypus kam über ein Sondermodell für Der kleine WIKING-Laden zu WIKING. Man hängte den Anhänger in zwei Farben beim Modell 9 – Weinlese im November 2020 an den Unimog U 411 (→ 8371.01). Der Anhänger bildet einen einfachen Anhänger für Einsatzorte mit schmalen Zufahrten, kleinen Höfen oder beengten Feldverhältnissen nach.

 

Zur Erinnerung, das graublaue Fahrgestell stammt vom bekannten landwirtschaftlichen Anhänger (0879), die schmal gebaute Pritsche kommt vom Opel Blitz Sattelzug (0356). Die Felgen der Gummireifenräder sind an diesem Modell feuerrot eingesetzt.

Zugfahrzeuge in Form von Unimog und Schleppern gibt es reichlich im WIKING-Fundus. Um alle Formen von Zughaken nutzen zu können, liegt wieder eine zweite Deichsel mit kleiner Öse zum Wechseln bei. Als Ladung dienen zum Beispiel die Stapelkisten aus dem Zubehörprogramm, um Obsternten nachzustellen.