0433.10 – Scania 111 LBT Hochbordpritsche
Farblich nordisch kühl fährt der Scania 111 LBT mit der Hochbordpritsche in diesem Winter erneut ins Programm. Die Farbkombination aus weißen und himmelblauen Bauteilen ist für das mitteleuropäische Straßenbild eher ungewöhnlich. In den skandinavischen Märkten bewarb Scania seinen LKW in den 70er-Jahren jedoch genau so, was WIKING zu einer Modellumsetzung veranlasste.
Vorallem das weiße Fahrgestell ist für die vorrangig auf braunrote, oxidrote, azurblaue oder schwarze Fahrgestelle trainierten WIKING-Sammler auf den ersten Blick ungewöhnlich. Schon bei der ersten Auflage des Scania-Modells (→ 0433.01) ging es farblich auffallend zu. Rotorange und signalgelbe Bauteile kombinierte man 2012 auf einen schwarzen Fahrgestell. Als Ladung legte WIKING Betonröhren bei, was Inspiration für das Fotomotiv mit der Wiederauflage war.
Die Hochbordpritsche man diverse Beladeszenen möglich. Auch eine Plane aus der Ersatzteilkiste ist denkbar. Passend zu den anderen Neuauflagen des Scania 111 LBT hat das Modell eine Detailbedruckung erhalten. Signalblaue Streifen zieren den Grill. Die Blinker sind orange, die Rückleuchten rot und die Scheinwerfer silbern bemalt. Der Scania Schriftzug und die 111 Typenbezeichnung oberhalb und unterhalb des Grills sind silbern akzentuiert.
0447.01 – Volvo F 88 Rungenpritsche
Zum Jahresabschluss war dann doch noch eine kleine Formneuheit dabei. Klein, weil nur die Pritsche neu konstruiert wurde. Da kann aber großes, denn dieses Bauteil schafft neue Einsatzmöglichkeiten für die dreiachsigen LKW-Modelle. Neben dem verwendeten Volvo F 88 Fahrhaus kann auch das F89, das Scania 111 LBT mit dem alten Fahrgestell oder auf diesem auch die kubischen MB oder MAN Kabinen als Basis genutzt werden.
Die Pritsche hat abweichend von dem 2024 auf der Spielwarenmesse vorgestellten Version eine höhere Stirnwand bekommen. Somit sind die Insassen besser gegen rutschendes Ladegut geschützt. Ketten zwischen den Rungen sorgen ebenso für Transportsicherheit. Die Rungenvariante wurde beispielhaft für die Fotos mit Rundstämmen beladen. Mit den oben genannten Herstellervarianten bei den Fahrgestellen ist nicht Ende. Als Formvariante kann WIKING auch eine Pritsche ohne Rungen ausliefern, was zu einer weiteren Formneuheit in den nächsten Monaten führen wird. 
Das Modell wird werksseitig insgesamt als weinrot beschrieben. Kabinenfarbe und Pritschenaufbau weichen jedoch leicht von einander ab, so dass es hell- und dunkelweinrot besser trifft. Die Pritsche ermöglicht das vorbildgetreue Kippen der Volvo-Kabine mit Sonnenblende auf dem graphitgrauen Fahrgestell. Die Kabine hat die bekannte Detailbedruckung erhalten. Schriftzüge und Grillrahmen sind gesilbert, bzw. aufgedruckt. Bemalte Scheinwerfer, Blinker und Rückleuchten runden das Gestaltungspaket ab.
0509.04 – Ford Transcontinental Solozugmaschine
Die rapsgelbe Ford Zugmaschine weckt die Abenteuerlust, und setzt die Fantasie in Gang. Mit der Zugmaschine könnte man durch den vorderen Orient oder auch das australische Outback düsen. Auf die europäischen Straßen mag er nicht so recht passen. Dafür wirkt der Dreiachser zu außergewöhnlich. Denn für die neueste Bauteilkreation haben die Produktwickler in Lüdenscheid in diverse Formenkisten gegriffen, und eine Neuinterpretation des Ford geschaffen.
WIKING beschreibt ihn selber als Ford im Adventure-Look. Das wird durch schwarze und rapsgelbe Anbauteile erreicht. Für den Einsatz in entlegeneren Gegenden der Welt hat der Transcontinental vorne einen Kuhfänger als Rammschutz vom MAN TG-A (0506) erhalten. Die Abgase drückt er über die zwei angesetzten Auspuffrohre (vom MB Atego Müllwagen 0639 entliehen) in den Himmel. Der Dachgepäckträger kam auf der Kabine schon mal beim Polar-Express. Flankiert wird dieser von vier chromblitzenden Fanfaren.
Die Ford Kabine wurde auf das dreiachsige MB Fahrgestell aufgesetzt, womit die hintere Kotflügel-Blende nicht passt. Hier muss man sich einen starken Gummilappen denken, wobei das schwarze Fahrgestell auch ein wenig über das Fehlen hinwegtäuscht. Es können aber auch die zahlreichen Zierstreifen und Dekorbedruckungen sein, die auf die Kabinen aufgebracht wurden. Durch diese, das zweifarbige Ford-Logo im Grill und die Bemalung und Bedruckung der Leuchten ist das Mauerblümchen zum Hingucker geworden.
0651.11 – Hanomag Radlader
Nach einem Einsatz zwischen 2019 und 2021 beim THW kommt der Hanomag modifiziert auch für den Baustelleneinsatz zurück zu den Fachhändlern – und in die Vitrinen. Mit mehr Bedruckung und neuer, vorbildgetreuer Bereifung. Diese Gummibereifung steht dem Radlader sehr gut, wurde aus dem modernen Schlepperprogramm entliehen. Dafür wird für die Vorbildtreue auf den Fahrer, aber auch auf das Schutzdach verzichtet.
Das Modell erinnert farblich stark an die capriblaue Variante aus den 80er-Jahren und weckt Erinnerungen an die Spielzeiten. Ein solches Radlader-Modell wurde vom Verfasser dieser Zeilen stark bis zum Schrottstatus bespielt. Ein Ersatzmodell bereichert nun die Sammlung. Die schöne vorbildgetreue Bedruckung wäre schon damals ein Traum gewesen. Vielleicht deshalb der Reflex direkt den Testfahrer Herrn Kaschube hinter das Lenkrad zu setzen, und ihn mit einem Schutzdach zu überdecken?
Der nun azurblau-helle Hanomag Radlader B11 kommt in einer frühen Vorbildvariante noch ohne Schutzdach zur Auslieferung. Er trägt die schwarzen HANOMAG Schriftzug auf der beweglichen Hubtechnik und der Motorhaube. Dazu kommt dort der B11 Typenschriftzug. Am Heck sind die Rückfahrscheinwerfer und die Rückleuchten bedruckt. Eine gelungene Wiederauflage. Nur leider viel zu schade zum Bespielen.
0866.32 – Kaelble KDV 22 E Muldenkipper
Die letzte wasserblaue Farbvariante des Kippers kam 2017, also vor 8 Jahren zu den Händlern. Diese ist seit über fünf Jahren vergriffen, so dass es – auch im Hinblick auf den großen Menck Bagger Zeit für eine Wiederauflage wird. Und vielleicht ist die Mulde auch Vorbote für den angekündigten MB 3-Achs-Kipper, der diese auch tragen könnte? Der Kalble trägt jetzt zumindest ein insgesamt maisgelbes Farbkleid.
Die Werks- und Standardfarbe von Kaelble war nicht nur auf Messen, sondern auch in Kiesgruben, Groß- und Straßenbaustellen anzutreffen. Je nach Einsatzzweck konnte der Unternehmer eine passende Motorisierung auswählen. Das Vorbild des WIKING-Modells hatte eine 300 PS-Motorisierung unter der mächtigen Haube. Das verrät der silberne Schriftzug am Kühlergrill neben dem Kaelble-Schriftzug.
Die große Mulde ist wiking-typisch kippbar, so dass auch Entladeszenen dargestellt werden können. Der Hebezylinder lässt die Kippposition vorbildgetreu wirken. Für Beladeszenen gibt es z.B. den Menck Bagger. Wer der Hersteller der Mulde ist verrät ein großes schwarzes Logo auf der Muldenunterseite im Bereich des Kabinenschutzes. Das schwarze Meiller-Kipper-Logo zeigt dem Betrachter von Vorbild und Modell schon aus reichlich Entfernung, wer hier das enorme Muldenvolumen gebaut hat.
Farblich abgesetzt sind am Kaelble nur der Luftansaugstutzen an der Motorhaube, und die Inneneinrichtung. Vorne hat der Kipper silbern bemalte Scheinwerfer bekommen. Am Heck sind die Rückleuchten rot bemalt. Immer wieder ein schönes Detail: das fein geätzte Metalllogo, welches auf der großen Haube oberhalb des Kühlergrills eingesetzt ist.
0897.07 – Menck Bagger
Nach gut einem Jahr Programmpause ist der Menck Bagger bereits zurück. Der beliebte Baustellenklassiker ist zum Dauerläufer geworden. 2003 erschien der Großbagger im Maßstab 1:87, nachdem das 1:60-Werbemodell von 1954 eine helltaubenblaue Wiederauflage erfuhr. wurde wieder in neuner Farbgestaltung aufgelegt. Nach der hellblauen Farbvariante 897.06 folgt nun eine enzianblaue Variante. Diese zeichnet – wie einst die 1:60 Werbemodelle des Baggers für Menck – die Ausführung in den Werksfarben des Herstellers nach.
In dieser Farbgebung dürfte er nicht nur im zeitgenössischen Prospekt zu finden gewesen sein, auch auf den zahlreichen Baustellen im Land. Für den Wiederaufbau stand der Großbagger ab 1954 den Baufirmen zur Verfügung. Aushub für neue Wohn- und Verwaltungsgebäude, Schulbauten aller Art und Straßenbauprojekte. Die Kriegsspuren verschwanden mit Hilfe des Menck Baggers, neue Infrastruktur entstand.
Die Drucke auf den insgesamt enzianblauen Aufbauten und dem Ausleger sind zinkgelb. Am Heck mit Herstellerschriftzug, seitlich mit Hersteller-Logo und „Menck-Hambrock“-Schriftug. Die Baggerausleger ist beweglich ausgeführt. Das weiße Gummiband hält den Ausleger in Position, ermöglicht aber auch eine Bewegung. Ebenso die aufgezogenen Gummiketten, die eine Fahrtbewegung zulassen. Statisch lässt mit dem zeitgleich erschienen Kaelble Muldenkipper eine Baustellen- oder Messeszene nachstellen.

















