0034.48 – VW Karmann Ghia Cabrio
Schnipp schnapp Dach ab. Cabrio fertig? So einfach ist es nicht. Was beim DKW Coupé noch passte, wollte beim VW Karmann Ghia nicht so einfach gelingen. Die erste Studie zeigte, mit bestehenden Formteilen lässt sich die Cabrio-Version nicht umsetzen. Die für die Karosseriebreite passende Scheibe des Porsche 911 ist viel zu hoch und klobig. Das Coupé, zwischen 1960 und 1972 erstmals bei WIKING im Programm, konnte nie so einfach aufgeschnitten werden, wie das große Schwestermodell.
Beim 1:40 Modell konnten die WIKING-Mitarbeitenden für die VW Werbemodelle einst den vorderen Scheibenrahmen am Dachansatz heraustrennen. Das geht bei den filigranen Holmen des H0-Modells nicht, oder nur mit äußerst viel Glück. So mussten die Sammler nach der Ankündigung 2024 doch etwas Geduld haben. Werden dafür nun aber mit noch mehr Cabrio-Varianten anderer Coupés belohnt. Denn wenn man schon für ein Modell eine neue Form für die Frontscheibe bauen muss, dann kann man das auch gleich für mehrere Modelle mitentwickeln.
Was da alles entsteht, zeigt der Bericht zur Spielwarenmesse. Als Erster im Bunde fährt nun der Karmann Ghia vor, so wie er in Nürnberg vor ein paar Wochen bereits gezeigt wurde. Die grüne Karosserie ist grün lackiert und bekommt ein Klarlack-Finishing. Die Einrichtung mit perlweißem Lenkrad ist braunbeige, die spendiert der MB 190 SL (0250). Das beige Verdeck wurde einst für das Porsche 911 Cabrio entwickelt.
Auf die fein lackierte Karosserie kommen noch diverse Bedruckungen und Bemalungen. Front- und heckseitig ist das VW-Logo gesilbert. Dazu kommt am Heck der „Karmann Ghia“-Schriftzug gedruckt hinzu. Per Hand wurden die Rückleuchten rot bemalt, die Scheinwerfer gesilbert, die sind Blinker orange bedruckt. Silberne Türgriffe und Zierleisten runden das Gestaltungspaket ab.
0111.03 – Chevrolet K5 Blazer
Im letzten Frühjahr rollten die ersten beiden Versionen des Chevrolet Blazer K5 zu den Fachhändlern. Nun legt WIKING beide Fahrgestellversionen nach. Sehr nah am Vorgängermodell kommt der Chevi mit Straßenfahrgestell daher. Statt Orange gibt es jetzt ein zeitgenössisches Zinkgelb, welches mit weißen Bauteilen und viel Chrom kombiniert wird. Also ein klassischer 1970er-Jahre Aufritt.
Der in der Form nur zwischen 1975 und 1976 gebaute Geländewagen von Chevrolet darf bei dieser Modellvariante sogar noch etwas mehr Chrom als sein Vorgänger tragen. Der Kühlergrill ist jetzt ebenfalls verchromt. Verchromte Stoßstangen und Felgen hatte schon Version 01. Jetzt glänzt auch die Front komplett in der Vitrine.
Die Zweifarbigkeit des Vorbildfahrzeugs wird durch deckende weiße Drucke auf den Seiten und dem Heck des Modellfahrzeugs erreicht. Auch das Hardtop-Dach ist weiß bedruckt. Die Seitenflächen sind zudem silbern gerahmt, was für noch mehr Kontrast und eine klare Abgrenzung der Flächen sorgt. Der Scheibenrahmen an der Front und Rahmen an den Fenstern des Hardtop sind silbern bedruckt.
Dazu kommen, wie schon vorher verwendet, silberne Schriftzüge an den Seiten und am Heck. Silberne Türgriffe, Tankdeckel und Klappengriffe kommen hinzu. Seitlich hat der Blazer eine neues Typenkennzeichen aufgedruckt bekommen. Das Chevrolet-Logo ist vorne und hinten golden bedruckt. Die Rückleuchten sind rot, die seitlichen Blinker vorne am Kotflügel sind orange bedruckt.
0111.04 – Chevrolet K5 Blazer (ATV)
Mit mehr Bodenfreiheit geht es besser durchs Gelände. Mit dem hochgesetzten Fahrgestell kann der Chevrolet Blazer ein zweites Mal zum ATV – All Terrain Vehicle werden. Abseits der befestigten Straßen problemlos unterwegs. Auf befestigten Straßen schwebt man über der Masse der Limousinen, Sportwagen und Kleinwagen. Mit V8-Motor, aerodynamisch wie eine Wohnzimmerschrankwand in eiche rusikal Optik blubberte man über den Highway. Der Benzinpreis belastete nicht, ebenso wenig die Gedanke an Umwelt und Endlichkeit des schwarzen Goldes.
Als Oldtimerfahrer interessiert das nun mehr. Viele Fahrzeuge wurden in Europa scjon in den 1980er-Jahren auf Flüssiggas umgebaut. Die Blicke sind einem gewiss, wenn man mit dem Ungetüm um die Ecke kommt. WIKING verpasst dem Modell dazu den passenden Farbauftritt, damit das auch beim Modell gelingt. Schwarz und Rot dominieren bei dieser Variante. Die schwarze Karosserie bekommt rote Dekorbedruckungen.
Optisch sehr passend ist die rote Inneneinrichtung mit schwarzem Lenkrad. Das Dach ist grau abgesetzt, das Hardtop ist deckend bedruckt worden. Auch hier darf Chrom nicht fehlen. Kühlergrill, Felgen und Stoßstangen sind verchromt. Die Blinker sind orange, die Rückleuchten sind rot bedruckt. Silberne Zierlinien, Türgriffe und Fensterrahmen gehören auch hier zum Bedruckungsumfang. In der Farbkombination könnte der Blazer glatt als Zweitwagen des A-Teams durchgehen.
0156.05 – MB 600 „Taxi“
Ein 600er Mercedes-Benz als Taxi-Limousine? Ja, damit bereichert WIKING den zeitgenössischen Taxi Stand. Mit dem wohl edelsten Taxi-Modell der WIKING-Historie. Möglich machen das Abbildungen eines Vorbildfahrzeugs, welche die Modellentwickler in Lüdenscheid zum Auftrag nahmen, das Edel-Taxi umzusetzen. Der große Mercedes-Benz fuhr einst im München – ein Schickeria-Taxi, wie es der Pressetext beschreibt. Es werden wohl hochrangige Gäste gewesen sein, die von den Nobelhotels zu Flughafen und Messe reisten?
Ein schwarzer 600er als WIKING-Modell ist zunächst nicht ungewöhnliches. Ist es doch die am häufigsten anzutreffende Farbvariante des zwischen 1966 und 1979 produzierten Modells. Besonders macht ihn nun zum einen das gelbe Taxi-Schild auf dem Dach. Und der ansonsten edle Auftritt, den es so schön in Schwarz auch noch nicht gab!
Denn die schwarze Karosserie hat ein Klarlack-Finishing erhalten. Darauf kommen die silbernen Druck an Fensterrahmen, Zierleisten, Türgriffen und Stern am Heck sehr gut zur Geltung. Fahrgestell und Grill sind aluminiumsilbern lackiert, der Grill ist zusätzlich schwarz bedruckt.
Auch Blick ins Innere lohnt. Die rehbraune Einrichtung wird mit einem perlweißem Lenkrad ergänzt. Einmal wie ein Staatsoberhaupt durch die Stadt gefahren werden, das 600er-Taxi machte es möglich. Die Taxi-Reihe in schwarz ist damit komplett. Vom 200/8, über die S-Klasse 280 SE bis hin zur Nobelklasse Mercedes-Benz 600.
0215.02 – Saab 900 Turbo
Auf Verkehrsgelb folgt Schwarz. Die zweite Wiederauflage des schwedischen Klassikers Saab 900 Turbo kommt deutlich dezenter, dafür sehr viel edler daher. Setzte der gelbe Saab noch auf sportliches Auftreten, wird die neue Modellvariante zum sportlichen Businessbegleiter. Dabei geht man farblich nun ganz andere Wege als in den 1980er und frühen 1990er-Jahren. Fahrgestell und Karosserie sind schwarz, früher war die Karosserie farblich immer abweichend.
Eine Kombination die es ohne die heute mögliche Bedruckung damals nicht ins Programm geschafft hätte. Denn dann wäre der Schwede mächtig trist gewesen, ganz in schwarz. Schon damals fehlten eigentlich silbern abgesetzte Scheinwerfer bei den Modellen bis zu letzten Version 1995. Die beige Inneneinrichtung bietet den ersten Kontrast beim neuen Modell. Den Rest schafft die Bedruckung. Silberne Zierleiste am unteren Karosserierand und auf den schwarzen Stofstangen, silberne Scheinwerfer und rot bemalte Rückleuchten.
Orange bedruckte Blinker vorne und seitlich, dazu ein silberner„Saab 900 turbo“- Schriftzug auf der Heckklappe. Den Hinweis auf den turbo-unterstützen Antrieb bekommt der Betrachter auch am vorderen Kotflügel, dort ist der Schriftzug silbern zusätzlich aufgedruckt. Den sportlich eleganten Auftritt unterstreichen die silbernen Fuchsfelgen. Ein ganz anders wirkendes Modell. Ein schöner alter Schwede.
0371.12 – Unimog U 406 Kehrfahrzeug
Unimog-Freunde werde sich freuen, denn der U 406 wird richtig putzig. Also zur Kehrmaschine. Nummerisch sortiert WIKING die neu Bauvariante nicht als Baufahrzeug unter der Nummer 0646 ein, sondern führt ihn wie schon den Schweizer Post Unimog mit Schneeschild nummerisch bei seinen Artgenossen. Der Allradler übernimmt vom jüngeren U 20 (0646) die abnehmbare Kehrbürste mit Halterung und den Wassertank in grauweißer Farbgebung.
Der Tank bekommt wie in der Regel üblich einen schwarz bedruckten Deckel, ist auf der silbernen Pritscheneinlage verklebt aufgesetzt. Der 406er erinnert an die letzte kommunale Variante (0371.05) ohne Auf- und Anbauten. Die Unterschiede liegen im Detail. Gleich sind Farbgebung in Pastellorange mit schwarzen Fahrgestell und Felgen. Ein Gelblicht auf dem Dach und die silberne Bemalung sind identisch.
Anders sind die Felgeneinsätze, jetzt 6-Loch. Die Einrichtung ist schwarz statt rehbraun. Und es fehlt eine rot-weiße Warnschraffur am vorderen Kotflügel. Ansonsten können die beiden Fuhrparkbrüder sein. Der neue Unimog trägt den Kehrbürstenvorsatz das erste Mal, eine passende Kombination aus Altmodell und deutlich jüngeren und filigraneren Bauteilen. Die Kehrbürste liegt zur Eigenmontage der Packung bei. Der Bürstenkasten bekommt wie die Pritschenkanten und die Motorhaube eine rot-weiße Warnschraffur.
0447.03 – Rungenpritschen-Anhänger
Wie erwartet folgt zeitnah auf die Flachpritsche nun die Variante mit Rungen. Auch in der Kombination rot und grün, jedoch in anderen farblichen Abstufungen. Das Fahrgestell ist nun karminrot ausgeführt, der Aufbau hellmaigrün. Damit ist der Anhänger – wie einst die solo angebotenen Anhänger – ein farblicher Einzelgänger. Der Anhänger passt durch den helleren Grünton leider nicht zu den Fahrzeugen der Spedition Kliem, die über den Händler ModellCarService vertrieben wurden, oder zum zweiten Milchbubi-Unimog.
Doch auch wenn man damit keine anderen Sondermodelle vervollständigen kann, so finden sich in der Sammlung natürlich reichlich passende Zugfahrzeuge. Der Anhänger trifft so auf MB trac, Unimogs oder auch LKW. Nicht immer waren Fuhrparks farblich einheitlich.
Die seitlich und hinten offene Pritsche mit Rungen bietet für die Gestaltung viele Lademöglichkeiten. Holzstämme, Betonröhren oder auch das Baugerüst können verwendet werden. Zur Ladungssicherung bringt der Anhänger schwarze Ketten mit, die zwischen die Rungenenden gespannt sind. Firmenbeschriftungen gibt es nicht, so dass der Anhänger divers eingesetzt werden kann. Die Rückleuchten sind rot bedruckt.
0493.06 – Faun F 610 Schwerlastzugmaschine
Auch bei der Faun Schwerlastzugmaschine spielt WIKING ein Modell an den Fachhandel aus, dessen Farbkombination häufiger bei Sondermodellen anzutreffen war. Die olivgraue Spedition bekommt Verstärkung. Und wie der Rungenanhänger in dieser Auslieferung trifft auch der Faun auf ausreichend Gespann-Partner.
So lässt sich der olivgraue Zugmaschine mit dem 4-achsigen Tiefladeanhänger (0504.54) kombinieren. Oder auch dem kleinen 2-achsigen Tieflader (0492.50 oder 0492.51) aus den einst beim Spielwarenhandel Wasmus verkauften Modellgespannen. Dabei kann der neue Eigner entscheiden, ob er die Stahl- oder die Holzpritsche aufsatteln will. Die zweite Pritsche liegt als Zubehör der Verpackung bei.
So weiß die Faun Zugmaschine mit der mächtigen Haube in der Farbgebung zu gefallen. Das oxidote Fahrgestell, Grill und die gleichfarbigen Anbauteile wie die Seilwinde wirken sehr harmonisch zum Aufbau. Kotflügel und Peilstangen sind schwarz ausgeführt, die Schnallen an der Motorhaube und die Türgriffe sind schwarz bedruckt. Wie üblich sind Scheinwerfer, Blinker und Rückleuchten bemalt bzw. bedruckt. Auf dem Tank finden sich dazu Logo und „Faun Werke – Nürnberg“- Schriftzug in weißer Druckfarbe.
0631.04 – Peterbilt Abschleppwagen „Coast Counties“
Als WIKING 1987 den Peterbilt 359 ins Programm aufnahm, war das Vorbildfahrzeug gerade in Ruhestand geschickt worden. Und es war eine Überraschung, dass ein solches für europäische Straßen ungewöhnliches Fahrzeug es ins Serienprogramm schaffte, auch wenn er an die kleine Historie von Fahrzeugen nach US-Vorbild bei WIKING anknüpfte. Eine weitere Überraschung war der 1991 vorgestellte Abschleppaufbau für die Zugmaschine.
Das schwarze Messemodell war noch unbedruckt, dieses zierte auch das Neuheitenblatt 1991. In der Serie folgten zwei bedruckte Varianten. Eine mit falscher englischer, später mit richtiger Schreibweise für die 24 h Abschleppleistung. Nach der 1996 aufgelegten roten „Hank’s“-Variante kam die Form des Aufbaus ins Archiv. Als eines der Highlights dieser Auslieferung ist der Peterbilt Abschleppwagen nach gut 25 Jahren Programmpause wieder zurück. Und das dekorierter und so umfangreich bedruckt wie noch nie.
Für die Wiederauflage wurde ein Vorbildfahrzeug eines bekannten Peterbilt Händlers aus Kalifornien ausgewählt. Für die Coast Counties Truck & Equipment Co. war der Werkstattwagen für die Serviceeinsätze im Dienst auf Highway und Stadtverkehr. Liegengebliebene Peterbilt wurden so artgerecht abgeschleppt. Das Modell fährt im zeitgenössischen Farbschema der Firma vor. Der Aufbau ist dunkelgrün oder hellgrün, und hat im Farbwechsel kleinteilige und aufwändige Dekor- und Flächenbedruckungen bekommen.
Auspuffrohre, Tanks und Luftfiltergehäuse sind nicht verchromt, sondern hier silbern ausgeführt. Der Abschleppaufbau mit weißem „Coast Counties“-Schriftzug ist rot, die Inneneinrichtung perlweiß abgesetzt. Analog zur Wiederauflage der Zugmaschine für die Container-Lastzüge sind Grillflächen, Scheinwerfer und Peterbilt-Logo verschiedenfarbig bedruckt. Die Seitenflächen des Aufbaus tragen den mehrfarbigen Logo-Schriftzug des Händlers Coast Counties.
0682.11 – Henschel HS 3-180 Betonmischer „Readymix“
Mit dem Wiederaufbau in der noch jungen Bundesrepublik stieg auch der Bedarf an Transportbeton. Denn Beton als Baustoff für schnellen und flexiblen Neubau wurde schnell beliebter. Und fertig in gleichbleibender Güte gemischt an die Baustelle geliefert macht er die Baustellenprozesse noch effektiver. Das 1955 in den deutschen Markt eingetretene britische Unternehmen RMC Group p.l.c. hat mit dem Konzept unter der Marke Readymix schnell Erfolg am Markt.
Auffällig sind die orangen Fahrzeuge des Unternehmens. Ein frühes Vorbild mit Henschel HS 3-180 Kabine miniaturisiert WIKING nun als Startpunkt der Fahrzeughistorie der deutschen Niederlassung des Unternehmens. Das Modell mit der rundlichen Kabine erinnerte mich direkt an ein frühes Matchbox Modell der King Size Series mit britischem ERF Fahrgestell aus dieser Readymix Firmenepoche.
Erstmals 1977 gab es mit dem MB 2224 (NG) bei WIKING einen Betonmischer mit Readymix – Bedruckung. Zunächst noch mit Schreibschrift, dann später mit den neuen Schriftzug in Druckschrift. 2014 folgte ein Chemikalien-Sattelzug mit MAN Pausbacke aus den 1960er-Jahren, 2015 ein Betonmischer mit Magirus Fahrerhaus als Vertreter der späten 1960er- und frühen 1970er-Jahre. Aus gleicher Vorbildepoche bildete der MAN F7 dann 2018 den bisherigen Schlusspunkt im hellrotorangen → Modellfuhrpark.
Passend zur bisherigen Modellflotte ist auch der Henschel insgesamt hellrotorange gestaltet. Von den orangen Bauteilen setzen sich die schwarzen Bauteile kontrastreich ab. Hier sind vordere Kotflügel, Kühlergrill und auch die schwarz bedruckten Fensterrahmen zu nennen. Die Scheinwerfer, Zierleisten sowie die Türgriffe sind ebenso gesilbert wie Stern und Henschel-Schriftzug im Kühlergrill.






































