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WIKING Neuheiten Oktober 2022

0556.01 – MB Pullman Koffersattelzug

Nach dem neuen Hinterkipper-Aufbau im August und dem 2-achsigen Ackermann-Auflieger im Juni setzt WIKING die Auflieger-Erweiterung des Programms im Oktober fort. Der Kühlkofferaufbau ist fertiggestellt und bereit für den ersten Einsatz. Damit wird das Portfolio für neue Lastzüge aus den 60er- und 70er-Jahren deutlich erweitert.

Dem WIKING-Sammler kommt die Form des Aufliegers natürlich vom Modell 524 (GK² / 768 SH²) bekannt vor. Richtig, die gab es schon mal. Aber es ist keine Neuauflage aus alten Formen, sondern eine Neukonstruktion. Die Form des alten Aufbaus wurde einst mehrfach umgebaut, die Seitenwände zeitgenössisch immer glatter und für Bedruckungen optimiert.

So ging die Rippenoptik der 60er-Jahre schon Ende der 60er mit dem Modell 528 (GK² / 769 SH²) stückweise verloren, ab 1972 dann ganz, und auch das Dach des Aufbaus wurde weiter angepasst. Ohne das ab 1972 verwendete Kühlaggregat war der Kofferaufbau nun auch für andere Einsatzzwecke, wie den Zeitschriften- oder Möbeltransport (513 GK²/773 ff. SH²), verwendbar.

Der neue Aufbau weicht in diversen Punkten vom alten Aufbau ab, so dass Umbauten mit altem Chassis und alten Rädern schnell erkannt werden können. An der seitlichen Tür gibt es eine andere Ausformung des Koffers an der Unterkante. An der Front eine zusätzliche Anschlusskiste für die Verbindungskabel zwischen Zugmaschine und Auflieger. Die Hecktüren weisen ebenso eine leicht andere, etwas feinere Form auf, ebenso die die Auswölbungen der Türhalterung am Dach.

           

Die Neuerscheinung folgt dem bekannten WIKING-Prinzip. Unter Nutzung anderer Bauteile aus dem Formbaukasten lässt WIKING eine neue Miniatur erscheinen. Achsen, Radlauf, und das schmale Chassis mit und ohne heckseitigen Unterfahrschutz gibt es schon. Das alte breite Chassis, siehe Bild unten, kommt nicht mehr zum Einsatz. Durch die Verwednung des 2-achsigen Klippsachser-Fahrgestell wirkt der Auflieger nicht mehr so hochbeinig, wie es beim Fahrgestell mit Klemmplatte der Fall war.

Es braucht nur noch einen Kofferaufbau, der auf die neueren Chassis mit zwei Laschen aufgeklippst wird, eine Form für das ggf. farbabweichend auszuführende Dach und die Hecktüren. Zusammengesetzt, und mit einer der klassischen Zugmaschinen aus dem Programm kombiniert, steht ein neues Modell in typischer WIKING-Anmutung der 60er-Jahre vor dem Sammler.  

Aber auch mit der Peterbilt-Zugmaschine wirkt der Koffenaufbau als US-Truck sehr authentisch, wie das für die Vorstellung  zusammengesteckte Modell oben zeigt. Für das Premierenmodell hat WIKING die große Pullman-Kabine in Moosgrün ausgewählt, die vor ein paar Jahren auf dem alten 2-achsigen Fahrgestell der kleinen Kabine erschien. Die Kabine ist mit den bekannten silbernen Bedruckungen an Zierlinien und Grill versehen. Die Blinker und Scheinwerfer sind ebenso bemalt wie die Rückleuchten an den anthrazitgrauen Fahgestellen von Zugmaschine und Auflieger.

WIKING plant, wie die Handmuster mit Henschel HS 140 und der 2023 erscheinenden Scania 111 Zugamschine zur Messe unetn zeigen, auch eine Variante ohne seitliche Tür und optionalem Klimaaggregat. Damit weicht der Aufbau dann in den möglichen Varianten doch so stark vom Ursprungsmodell ab, dass die neue Ordnungsnummer 0556 im Programm durchaus berechtigt ist. Und wohl auch, weil die 0524 heute für Container-LKW genutzt wird.

 

Messemuster – wie auch die oben und unten gezeigten Eigenkreationen für den Artikel – lassen erahnen, welche Vielfahlt möglich ist. Wie schon der Ackermann-Auflieger ist der neue Kühlkofferauflieger eine gekonnte Sortimentsergänzung für viele schöne Modellvarianten in den kommenden Jahrzehnten.

0626.47 – Rosenbauer Panther 6×6 FLF mit Löscharm Stinger

Von der aktuellen Baureihe der Rosenbauer Panther Löschfahrzeuge gibt es Modelle in zwei Maßstäben. Seit 2016 sind diese im WIKING Programm vertreten. Dabei hatte das 1:43 Großmodell bislang das Alleinstellungsmerkmal, den vollbeweglichen Löscharm zu besitzen. Mit der Neuheitenauslieferung Oktober 2022 ist das vorbei, nun hat auch das H0-Modell die Möglichkeit mit dem Löscharm ausgestattet zu werden. Ein Industrieauftrag von Rosenbauer macht es möglich, denn hier wünschte man sich auch künftige Werbemodelle mit dem Speziallöschwerkzeug. Premiere feiert diese topaktuelle Formneuheit erfreulicher Weise im Serienprogramm.

Bislang gab es den aktuellen Panther in Baugröße H0 nur mit der Löschkanone auf dem Dach, das Dortmunder Modell 0626.48 zeigt diese unten im Vergleich. Das Modell wurde im → Februar 2021 in der Rubik Hebebühne näher vorgestellt, so dass wir uns hier ganz auf den neu konstruierten Löscharm fokussieren können.

Der schwarzgraue Löscharm Stinger macht den Panther zum extrem flexiblen Flugfeldlöschfahrzeug. Damit kann die Feuerwehr im Einsatz nicht nur aus größerer Entfernung, sondern auch gezielt von oben löschen. Mit dem „Piercing Tools“ lässt sich zudem die Außenhaut des Flugzeugs durchstoßen und der Innenraum aus sicherer Entfernung gelöscht werden.

Der Löscharm ist wie beim Vorbild von der Ruheposition aus nach rechts und links schwenkbar. Er kann aufgerichtet werden und in diverse Löschpositionen gebracht werden. Dabei verbleibt er in der vom Sammler oder Modellbauer gewählten Position.

Beim Silberling (oben im Bild) im Februar fehlte diese Funktion noch am Handmuster, daher konnte dies dort noch nicht gezeigt werden. Mit dem Löscharm können jetzt unterschiedliche Arbeitspositionen dargestellt werden. Die Auskragung ist für ein H0-Modell gewaltig, da müssen die Böden in der Vitrine schon mal höher gelegt werden.

Der Löscharm ist vorne an der beweglichen Löschkanone mit drei roten Pfeilen bedruckt. Diese ist natürlich nach oben und unten drehbar. Der Löscharm, and dem die Löschkanonen hängt, ist dreiteilig. Die Basis bildet der Drehschehmel, auf dem der erste Gittermastteil ruht und dreht. Daran ist der zweite Armteil montiert. Schwenk- und drehbar in Anlehnung an das Vorbildfahrzeug.

Für die Aufnahme des Löscharms musste eine Änderung des Dachaufbaus analog zum Vorbild vorgenommern werden. Die Tankdeckel haben eine neue position bekommen, der Löscharm liegt in einer Vertiefung. Neben den Lüftungsgittern im Heckbereich wurde auch das Dach über der Kabine geändert. Hier ist die Öffnung für die Löschkanone und die angedeutete Zuleitung entfallen. Der Rest des Panther-Modells blieb unverändert. Wie die Vorgängermodelle überzeugt das rot lackierte Modell wieder mit diversen Drucken und ein- und angesetzten Bauteilen. Weitere Spiegel liegen zur Eigenmontage bei. Vorne fallen die silbern glänzenden Scheinwerfer auf, die in die Frontschürze eingesetzt sind. 

Das Fahrzeug trägt die silbernen Panther-Schriftzüge, Rosenbauer-Logos und weißen Zierstreifen. Die anthrazitgrauen Rollläden setzen sich vom roten Aufbau ab, blautransparente Warnleuchten sind vorne und hinten eingesetzt. Das erste Fahrzeug mit Löscharm für die Serie ist ortneutral gehalten, bei den Werbemodellen werden analog zu den Großmodellen ortsspezifische Fahrzeuggestaltungen erwartet.

0102.04 – Land Rover Defender 110 mit Tropendach

Seit fünf Jahren ist der Land Rover Defender im WIKING-Programm anzutreffen. Im Oktober 2017 gab er sein Debüt im Flair der Stadt in schwarzer Farbgebung mit Alufelgen. Es folgte bald die so typische keswickgrüne Variante des Geländewagens mit Stahlfelgennachbildung, und 2019 im Sommer schließlich eine mit schwarzen Alufelgen ausgestattete silberne Variante des Klassikers. Nun geht es endlich in die Tropen. Denn die 2017 bereits zur Messe angekündigten Anbauteile Tropendach und Luftansagstutzen sind fertig gestellt. Der Safari steht nichts mehr im Wege.

Endlich, freut sich da der Sammler. Aber was sind schon fünf Jahre für ein solches Urgestein der Automobilgeschichte. Von 1948 bis 2016 mit diversen Modifikationen gebaut, ist der – erst im späten Autoleben so genannte – Defender ein Dauerläufer gewesen. Fast so wie der Land Rover 88 bei WIKING, der seit 1962 mit 20 Jahren Unterbrechung immer wieder aufgelegt wird.

Während es beim 88er recht einfach zugeht, ist der Defender wesentlich feiner und detailiierter ausgeführt. Da passen die beiden neuen Bauteile gut, machen den Land Rover nach fünf Jahren noch einmal zur Formneuheit.

Das Tropendach sollte beim Vorbild dafür dienen, die Aufheizung des Inneraumes zu reduzieren. Das leichte Zeltdach auf der Trägerkonstruktion nimmt beim stehenden Fahrzeug die Wärme der Sonne auf. Der Abstand zwischen Träger und den beiden Dächern sorgt bei Fahrtwind für Luftzirkulation und für eine entsprechende Kühlung des Blechdaches.

Einen Träger gibt es bei WIKING-Modell nicht, hier ist die beige Nachbildung des gespannten Stoffdaches auf die Karosserie aufgesteckt. Mehrfarbige Varianten sind in Zukunft möglich. Die schwarze Variante zur Hilfe genommen, lässt erkennen, wie sich das Dach bei einer mehrfarbigen Variante abheben würde.

 

Vier Bohrungen sorgen für den richtigen Sitz und Halt. Für Fahrten durch Wasser bringt der neue Defender eine hochgelegte Luftansaugung in schwarzer Farbgebung mit. Zur weiteren Ausgestaltung liegen zwei Spiegel und eine Anhängerkupplung am Spritzling bei, die in die dafür vorgesehenen Öffnungen an der Karosserie eingesteckt werden können.

Auf der beigen Karosserie setzen sich die schwarzen Bauteiel besonders gut ab, aber es kommen auch die vielen Drucke richtig gut zur Geltung. Neben den schwarzen Drucken an Türgriffen, Tankdeckel und Luftgittern ist auch der Frontscheibenrahmen bedruckt.

Dazu kommt ein Defender-Schriftzug vorne und hinten, sowie das grün-goldene Land-Rover-Logo am Heck. Bemalte Blinker und Rückleuchten runden das Bild des neuen Weltenbummlers ab. Im Kreise der anderen Weltenbummler und Safari-Fahrzeuge ist der Land Rover Defender 110 mit Tropendach herzlich willkommen. Jetzt darf er auf die große Reise in Richtung Vitrinen und Dioramen gehen.


0006.29 – WIKING Magazin 2022

Für die kommenden Herbstabende gibt es wie immer zu dieser Jahreszeit Bild- und Lesematerial von WIKING. Das WIKING Magazin 2022 ist in gewohnter Weise auch bei der 28. Ausgabe rückblickend auf frühere Modelljahre unterwegs, zeigt Dioramen von Sammlertreffen und gibt Einblicke in private Sammlungen. Viel wichtiger ist aber der Blick in die nahe Zukunft.

Und um den analogen Lesespaß und die Überraschung jetzt nicht zu stören, gibt es selbstverständlich keinen Spoiler. So viel sei verraten, die Berichte geben erste Einblicke auf künftige Farb- und Druckgestaltungen bei ein paar Modellen. So wird eine Gestaltungsvariante für den Tempo Matador gezeigt, und eine mögliche Serienfarbe für den neuen Mercedes-Benz G. Der kurze G ist fast fertig, es wird nicht mehr lange dauern, bis wir ihn in den Händen halten. Des Weiteren gibt es Berichte zu Culemeyer-Straßenroller, Faun-Zugmaschine und den Magirus-Eckhaubern der letzten Generation. Viel Spaß beim Lesen und Entdecken!