0040.47 – VW 181 offen „Polizei“
Klare Kante zeigt der der VW 181. Einfach konstruiert, robust und mit VW Käfer Motoren ausgestattet wurde der Kübelwagen zum Standardgeländewagen der 70er-Jahre. Zivile Fahrzeuge waren in den Anfangsjahren selten. Neue oder aber auch abgelegte Bundeswehr-Fahrzeuge bekamen ein zweites Leben bei Rotem Kreuz oder anderen Hilfsorganisationen. Wenige auch bei den Polizeibehörden.
Ein solches Vorbildfahrzeug hat WIKING in offener Form mit nach hinten gelegten, lichtgrauem Verdeck umgesetzt. Das gibt den Blick auf die schwarze Inneneinrichtung und das gleichfarbige Lenkrad frei. Die weiße Karosserie wurde mit minzgrünen Drucken zweifarbig gestaltet. Motorhaube, Türen und die Frontklappe wurden bedruckt. Ebenso wie die Motorklappe am Heck bekamen die Türen auf der rechten und linken Seite den weißen Schriftzug „POLIZEI“.
Scheinwerfer, VW-Logo an der Front und die Buckelkappen sind gesilbert, die Rückleuchten sind rot bemalt. An dem Modell wurde der Scheibenrahmen minzgrün bedruckt. Neues Druckdetail: der Innenspiegel und die Scheibenwischer wurden schwarz auf das transparente Bauteil aufgedruckt. Zum richtigen Einsatzfahrzeug macht den VW die angeklebte Blaulichtlampe. Der Sockel wurde für mehr Detailtreue weiß bemalt.
0047.03 – VW K70 LS
Unauffälliger Familienvater im Trainingsanzug und Sportschuhen – so könnte man den VW K70 LS beschreiben. Der biedere VW, der mal als → NSU K70 geplant war, erschien bei WIKING 2010 schon einmal in einer marathonblauen LS-Version ( → 0047.01). In Lüdenscheid legt man jetzt aber noch einen Reifensatz mit Fuchsfelgen und eine sportliche zeitgenössische Farbe mit ins Ausstattungspaket.
Mit den sportlichen Ausstattungsmerkmalen, 100 PS und flotten Streifen sollte der K70 am oberen Ende der Preisliste das Image der Familienlimousine aufwerten. Doch die Zielgruppe wurde nicht so recht warm mit dem Ziehkind aus Neckarsulm. Die einen hingen noch am Heckmotor, die anderen legten sich für das Geld lieber Fahrzeuge anderer Hersteller zu. So blieb der Erfolg des K70 gering. Daran konnte auch die LS-Version nichts ändern.
Beim WIKING-Modell dürfte das anders sein, da dürfte die Fuchsfelgen und die rapsgelbe Karosserie gut ankommen. Zurecht, denn mit den gesilberten Scheibenrahmen, denn zweifarbig bedruckten und gesilberten Rückleuchten und den schwarzen Gumminachbildungen auf den silbernen Stoßstangen ist der K70 ein Hingucker. Am Heck findet sich der silberne K70 LS Schriftzug, vorne sind die Blinker orange bemalt.
0082.01 – Opel Senator A
Ähnlich wie beim MB 280 SE Cabriolet fehlten für die Wiederauflage einzelne Formbauteile. Beim Senator A war aber keine Neuauflage dieser erforderlich. Die fortschreitende Neuinventarisierung und Sortierung des Formenfundus in Lüdenscheid hat die Formenteile des Senator A wieder zusammengebracht. Zur passenden Zeit, denn die Youngtimer der späten 70er-Jahre bis in die späten 80er-Jahre sind im Kommen.
Das Interesse an den Vorbildern steigt, so dann folglich auch bei den Modellabbildern. Mit dem Senator A schickt WIKING eine der letzten Oberklasse-Limousine von Opel ins Rennen. Unter Firmengründer Peltzer wurde das Modell mehrteilig konstruiert 1980 zusammen mit dem Schwestermodell Monza ins Programm aufgenommen. Ein paar Gleichteile – unteres Karosseriebauteil, Grill- und Stoßstangenbauteil, Opel-Felgen und Inneneinrichtung – machten das Coupé wirtschaftlich möglich.
Das Bodenplattenbauteil ist überwiegend gleich, unterscheidet sich in der Prägung. Wer das wiederaufgelegte Modell umdreht, stellt überrascht fest, dass sich dort noch die alte Bodenprägung befindet. Alter WIKING-Schriftzug, und der Verweis auf West-Berlin, wo dieses Modell einst entstanden ist. Ansonsten hat das neue Modell mit den Altmodellen optisch wenig gemein. Denn wie inzwischen üblich kommt viel Drucktechnik zum Einsatz. Die späten 70er-Jahre waren noch farbenfroh, so dass auch Karminrot für ein Fahrzeug der Oberklasse nicht selten. Das Grill- und Stoßstangenbauteil fertigt WIKING erstmals schwarz. Das machte eine vorbildgetreuere Gestaltung des Modells mit Bedruckungen möglich.
Der silbern bedruckte Grill mit Opel-Logo bekommt damit mehr visuelle Tiefe. Die Scheinwerfer sind erstmals gesilbert, die Rückleuchten sind dunkelrot und die Blinker orange bemalt. Besonders schönes Druckdetail sind die gesilberten Scheibenrahmen mit den schwarz belegten B- und C-Säulen. In Summe hat das einst so einfach ausgeführte Modell enorm an Modellausdruck gewonnen, wurden die geprägten Formdetails gut herausgearbeitet. Der Opel Senator A – ein gelungenes Comeback. Welches gleichzeitig Lust auf mehr macht. Weitere (Metallic-) Farbtöne, Einsatzfahrzeuge, Taxi-Modell – und natürlich auf den Opel Monza.
0153.04 – MB 280 SE Cabriolet
Im Dezember 2025 feierte der MB 280 SE als Cabriolet sein Comeback-Jubiläum. Fünf Jahre zuvor legte WIKING den Cabrio-Klassiker im Dezember wieder auf. Möglich machte das eine Neukonstruktion der Form für die Inneneinrichtung, deren Altform verloren ging, oder defekt einst entsorgt wurde. Seitdem sind nun vier Serienmodelle und zwei Sondermodelle erschienen. In der Serie in der Regel lackiert und umfangreich bedruckt.
So auch das jüngste Modell. WIKING hat das offene S-Klasse Modell nun cremebeige eingefärbt und mit einer Klarlacklackierung veredelt. Dazu passt die schwarze Inneneinrichtung sehr gut, die man auf Grund der offenen Darstellung des Cabriomodells betrachten kann. Das Lenkrad ist zeitgenössisch passend perlweiß eingesetzt. Auch die Verdeckpersenning ist wie die Einrichtung schwarz, was beim Vorbild auf ein schwarzes Verdeck schließen lässt.
Diese vornehm wirkende Farbkombination ist eine schöne Neuinterpretation der hellelfenbeinfarbenen oder hellgelbgrauen Farbvarianten der 60er- und 70er-Jahremodellen. Die Wiederauflage ist freilich viel umfangreicher bedruckt und bemalt als das die Altmodelle. Was das Modell, wie auch schon bei Vorgängermodellen beschrieben, enorm aufwertet. Kombiniert wird das mit verchromten Fahrgestell und Grill. So glänzt das Modell in der Vitrine wie das Original in der Garage.
Das schöne am WIKING-Modell ist, dass man es sich im Vergleich mit dem Vorbild für einen kleinen Euro in die Vitrine stellen kann. Da fallen dann auch die in neuer Form drucktechnisch aufwändig gestalteten Felgen ins Auge. Zum ersten Mal im letzten Jahr beim Sondermodell MB 280 SE Coupé von Der kleine WIKING-Laden gesehen, nun auch in der Serie zu finden. Die Felge wurde zunächst silbern gefertigt, dann in Karosseriefarbe bedruckt. Die vorbildgetreue Wirkung kommt dann durch den finalen silbernen Druck auf Stern und Ringen zu Stande.
0160.05 – Porsche 356 Cabriolet
Das Winterwetter lädt jetzt nicht gerade zu offenen Ausfahrten ein. Zum Glück ist in der Vitrine immer Sommer. In diesen endlosen Sommer passt der sahara beige Porsche perfekt. Die sandfarbene Karosserie mit der karminroten Inneneinrichtung und dem kupferbraunen Lenkrad lassen ein kalifornisches Sommergefühl aufkommen. Golden strahlen die Porsche-Schriftzüge an Front und Heck auf der sauber lackierten Karosserie.
Der offene Porsche von WIKING bringt mit dieser Auslieferung wieder ein neues Druckdetail mit. Erstmals ist der Scheibenrahmen des Formenklassikers silbern bedruckt. Dazu auch die Scheibenwischer, was das über 60 Jahre alte Modell noch schicker wirken lässt. Aufgedruckte Blinker, bemalte Scheinwerfer und Rückleuchten gehören ebenso zum Dekorpaket.
Gesondert bedruckt wurden die Zierleisten und Griffe. Das Lüftergitter am Heck auf der Motorklappe, die seitliche Zierleiste am unteren Karosserierand und die Leiste auf der Fronthaube. Dazu kommen die Tür- und Haubengriffe. Die Persenning des Faltdachs ist wie bei den Vorgängermodellen bedruckt, in dieser Variante nun in schwarzer Farbgebung. Der Porsche rollt auf zweiteiligen Rädern mit der Standardfelge.
Der offene Porsche 356 war das erste Mal zwischen 1961 und 1963 im Programm bei WIKING. In nur zwei (oder drei – je nach Farbbetrachtung) Farben kam er nach der Produktionszeit des Vorbilds vielleicht etwas zu spät für die Kinder jener Zeit. Eh nicht so häufig im Straßenbild, und 1963 kam dann auch schon der deutlich modernere und sportlichere Typ 911. Heute freuen sich die Sammler über den Klassiker, vor allem mit dieser besonders gelungenen Aufwertung des Modells.
0267.03 – MB 207 D Wohnmobil „James Cook“
Transparente Modelle haben immer einen besonderen Charme. Gerade bei Modellen der 1970er-Jahre eine Seltenheit, und bei Modellen der 80er-Jahre auch einen Hauch von verbotenem. In den 70er-Jahren diente der transparente Kunststoff zum einen der Reinigung beim Farbwechsel des Kunststoffs, zum anderen der Kontrolle der Passgenauigkeit. Der Blick hinter die Wandung der Karosserie, wie die Einrichtung sitzt, wie der Klebepunkt.
In den „wilden 80er-Jahren“ kamen aber auch vermehrt unautorisierte Pressungen aus den WIKING-Formen in die Kreise der besonders gut vernetzten „Spezialhändler“. Da pruzelten die transparenten Bauteile für den privaten Profit bei Lohnspritzereien aus den Formen. Die MB W 123 Modelle, Jaguar E-Type, MB 260 D, VW Golf 2 oder auch VW T2 Postkastenwagen zeugen heute noch davon, sind am Markt etwas häufiger anzutreffen.
WIKING griff das Gestaltungsthema mit der Eröffnung der SIKU//WIKING Modellwelt für die Museumsmodelle auf, und gestaltete seine Sondermodelle kombiniert mit farbigen Bauteilen, Bedruckungen und z.B. Bemalungen an Leuchten. Das Museum ist leider Geschichte, aber auf die transparenten Modelle sollen die Sammler nicht verzichten müssen. Als Erinnerung an das Museum und zur Fortschreibung des Sammlerthemas reicht WIKING nun den MB 207 D als Wohnmobil nach.
Eine gute Wahl, denn die transparenten Bauteile geben hier den Blick auf die zweiteilige Inneneinrichtung frei. Hinter der olivgrauen Kabineneinrichtung ist die cremebeige Wohnmobilausstattung eingesetzt, die nun viel besser betrachtet werden kann, als wenn nur die kleinen Fensteröffnungen zur Verfügung stehen. Der Blick hinter die Kulissen. So lässt sich der Formbau in der Vitrine nachvollziehen, und der MB 207 D ergänzt die Formenhistorie der Wohnmobile auf besondere Weise.

















