Seit 1968 gibt es den großen Wohnwagen nach Vorbild des WILK Triumphat 630 MB bei WIKING. Bis 1988 fester Bestandteil im Programm, mit nur kleinen Formänderungen an der Zugöse und der Deichsel. Für mehr Stabilität gegen Abbrüche beim Spielen. Ebenso einen Stützdorn für besseres Zugverhalten beim Spielen und eine angepasste Bodenprägung gab es noch. Ansonsten rollt der WILK unverändert durch das Programm. Und auch recht unspektakulär. In der Regel musste ein weißer, altweißer oder grauweißer Karosserieton reichen. Nur bei den beiden Werbemodellen für WILK selber ging es etwas farbenfroher zu.
Ein hellblauer feiner Streifen ober- und unterhalb der Fenster, oder eine duneklblaue Schablonierung im Bereich der Fenster war den beiden Modellen vergönnt. Dazu ein kleines Papierschildchen zwischen Dach und Aufbau. Denn das Dach ist abnehmbar, gibt so den Blick auf die Inneneinrichtung frei, worauf das Papierschildchen hinweist. Und die Einrichtung ist fein nachgearbeitet. Mit Tisch, Schränken und sogar das gute Porzellan steht auf dem Tisch bereit. Süße Details gibt es da zu entdecken. Für das Sondermodell hat sich der Händer Der kleine WIKING-Laden noch ein weiteres Highlight einfallen lassen.
Die Einrichtung ist beige-braun meliert. Brauner Kunststoff wurde in kleinen Mengen hinzugegeben, so dass eine Holzmaserung nachgebildet wird. Das damalige Top-Modell des Wohnwagenherstellers WILK wurde bei WIKING auf Grundlage von Prospekten und Datenblättern geschaffen. Diese jahrzehntelang im Archiv in Berlin und später in Lüdenscheid gelagerten Unterlagen dienten dem Händler und WIKING nun noch einmal. Nämlich dabei die Wiederauflage so nah wie möglich am Original zu gestalten.
So wurde das blaue Band im Bereich der Fenster sauber aufgedruckt, bis in die Fensterrahmen hinein. Auch der blaue Streifen am Dachabschluss am Heck sollte nicht übersehen werden. Der schließt das blaue Band rund um das Heckfenster nach oben ab. Natürlich darf auch das WILK-Logo am Heck nicht fehlen, welches zwischen Fenster und Kennzeichenleuchte aufgedruckt ist. Rot bemalte Rückleuchten und orange transparent eingesetzte Dachluken runden den Modellauftritt ab. Damit ist das Modell nah am einstigen Werbemodell, aber eben doch noch ein wenig feiner und vorbildgetreuer. Auch durch die neuen Bereifung.
Ein nicht so einfaches Detail sind die zweiteiligen Räder, die an Stelle der Scheibenräder verwendet wurden. Wer jetzt denk, das kann nicht so schwer sein, der täuscht sich. Denn die Randkästen sind schmal, nicht alle Räder passen auf Grund der Bautiefe von Felge und Reifen. Sonst klemmt es, keine Ausfahrt möglich. Die gewählten Räder haben silbern bedruckte Kappen auf den Felgen erhalten, und ähneln so den damaligen Rädern am Vorbild sehr.
Ein zeitgenössisch schön passendes Zugfahrzeug ist der 280 SE, den der Händler in dunkelblauer Farbgebung in der Geschenkbox zusammen mit dem Wohnwagen anbot. Oder auch der erste wiederaufgelegte Chevrolet Mailbu, der noch den alten Zughaken und eine schöne Detailbedruckung hat. Aber es wird nicht die letzte Idee sein, denn der WILK lässt sich von ziemlich vielen Zeitgenossen gerne abschleppen. Man darf auf die Ideen gespannt sein. → Zurück zur Meldung.






