WIKING > Spielwarenmesse 2026


Zum 75. Mal nimmt WIKING an der Spielwarenmesse in Nürnberg teil, und damit so häufig, wie die Messe alt ist. Die feiert ihr 75. Jubiläum mit etwas mehr Rahmenprogramm als in den Vorjahren. Seit gut einem halben Jahrzehnt gibt es nun keinen eigenen Messestand mehr bei WIKING, man nutzt auch in diesem Jahr die Synergien, ist am Dauerstand von Siku in Halle 12.2 mit einer Ausstellungsfläche vertreten. Dort sind ab heute die geplanten Neuerscheinungen, Formneuheiten und ersten Serienfarben einiger im letzten Jahr angekündigter Modelle zu sehen. Mit im Gepäck ist natürlich ein eigenes Sondermodell, welches wie immer in gesonderter Meldung vorgestellt wird.

Prolog

Für 2026 und 2027 hat man bei WIKING ein volles Aufgabenheft. Die Fertigungskapazitäten für den Formbau waren 2025 noch mit den 2024 vorgestellten Neuheiten und dem neuen Ferrari 330 P3 / 412 P für das NAM ausgelastet. Die 24er-Ankündigungen sind überwiegend abgearbeitet, jetzt erwarten die Sammler die im letzten Jahr vorgestellten Modelle. Damit läge man dann immer noch im Zeitplan. 

Denn Plan bei WIKING ist – und das muss man sich immer wieder vor Augen führen – von jedem Modell mindestens eine Ausführung binnen der nächsten 12 bis 24 Monate in den Fachhandel zu bringen. Somit wäre bis zum Spätsommer / Herbst 2026 alles im grünen Bereich. Das Ferrari-Projekt hat aber zudem gezeigt, dass man neue Modelle auch schneller marktfähig auf die Räder stellen kann.

Die Vorstellung der diesjährigen Neuheiten beginnt wie in den Vorjahren zunächst mit einem Überblick über den Stand der Formbauarbeiten an den Modellpräsentationen aus 2024 und 2025. Die Ankündigung der diesjährig vorgestellten Formneuheiten folgt dann im Anschluss.          

Stand zu Formneuheiten 2024

Den meisten Ankündigungen aus 2024 folgten schon Serienmodelle. Auch die ersten Varianten des Henschel HS 14/16 mit Nahverkehrs- und Baufahrzeug-Kabinen sind erschienen. Doch es fehlt noch das Kabinenobeteil für die Henschel HS 14/16 Nahverkehrskabine. Bisher wurde nur die das Baufahrzeugmodells verwendet, da sich der Formbau verzögerte. Die Form ist nun nahezu fertiggestellt, so dass im Frühjahr/Sommer 2026 mit einer ersten Variante zu rechnen ist.

 

2025 / 2026


Stand zu Formneuheiten 2025

Bis auf den Lloyd 500 Bus und die Überraschungsneuheit des Ferrari in zwei Versionen für das Nationale Automuseum Loh stehen noch alle angekündigten Formneuheiten zur ersten Auslieferung aus. Bis zum Jahresende 2026 sollen diese als Serienmodell erscheinen. 

Ferrari 330 P3 / 412 P

Auch die zweite beauftragte Variante des Sondermodells ist in mehreren Farbgebungen fertig und ausgeliefert. Der leicht abgewandelte Ferrari 330 P erscheint als vorbildgetreue Formneuheit, und wurde in zwei roten Versionen gefertigt. Einmal erscheint das Modell im Rennlook, einmal rennstrecken-neutral ohne Startnummern. Der Ferrari 412 P bekommt einen dritten, gelben Farbauftritt. Ebenfalls ohne Rennunmmern. Die Modelle sind mit silbernen Detaildrucken, Logos und bemalten Rückleuchten ausgestattet. 

Es folgt zeitnah noch eine weitere umfangreich mit Rennnummern (No. 23) und Werbung bedruckte Version. Bei dem Ferrari-Modellen handelt es sich nicht um Fachhandelsmodelle, trotzdem wurden sie in Nürnberg als Neuheit und Beispiel für Auftragsarbeiten ausgestellt. Das Foto oben zeigt alle bisher gefertigten Modelle, weitere sind in Planung! Die Modelle sind dann demnächst wieder – überwiegend ausschließlich – nur im Nationalen Automuseum im Shop vor Ort erhältlich. Siehe gesonderte Meldung im Ticker ab Mitte Februar.

Toyota Land Cruiser (Youngtimer)

In sehr frühem Formbaustadium zeigte WIKING den Toyota Land Cruiser vom Typ J4 im letzten Jahr. Der ab 1960 bis 1984 gebaute Geländewagen bereichtert das Modellprogramm rund um die Geländewagen der 70er- und 80er-Jahre. Das Modell mit mittellangem Radstand wird umgesetzt, es wird mit umfangreichen Detailbedruckungen und feinen Formdetails im 2. Halbjahr 2026 erscheinen. Hinzu kommen unterschiedliche Bereifungen als Variantenmöglichkeit.  Der Formbau ist jetzt ein Jahr später überwiegend abgeschlossen. Die gezeigten Farben sind noch nicht final, sondern Probeabspritzungen. 

Piaggio Ape

Der Kleinsttransporter kommt in der ab 1982 gebauten Form mit dem zum Vorgänger leicht verlängerten Radstand. Auf dem Fahrgestell hinter der Kabine werden ein Kastenaufbau oder ein kippbare Pritsche platziert. Neben firmenneutralen Farbauftritten sind natürlich auch farbenfrohe Firmen- und Lieferdiensteinsätze bei dem kleinen italienischen Stadtlieferwagen möglich. Das Modell ist noch nicht im finalen Formbaustatus angekommen, so dass mit dem ersten Modell frühestens Ende 2026 zu rechnen ist.

 

Citroēn 2CV Kastenwagen

Der klassischen Ente wird der Lieferwagen zur Seite gestellt. Nach dem Renault R4 Kastenwagen kommt nun auch der zweite Lieferwagenklassiker aus Frankreich zu Modellehren bei WIKING. Kasten und Fahrerhaus waren am Messemuster 2025 noch getrennt Bauteile, was nnun nicht mehr erkennbar ist. Mit zweifarbigen oder gar mehrfarbigen Modellvarianten ist aber weiterhin zu rechnen.

Der Kleinlieferwagen wird mit zwei unterschiedlichen Scheinwerfern ausgestattet. Einmal mit der frühen runden Form, einmal mit der späteren eckigen Variante. Und auch mit zwei unterschiedlichen Kastenaufbauten mit und ohne Seitenfenster ausgeliefert. Auch hier ist der Formbau im finalen Status angekommen, die erste Serienvariante ist ab Spätsommer / Herbstanfang möglich. Das beige Modell vorne im Bild ist eine erste Probeabspritzung aus der neuen Form.

 

LKW-Fahrgestell 2-achsig für Henschel HS 140

Für die vorhandene Henschel Kabine, die bislang nur auf einem Sattelzugfahrgestell aufgebaut wurde, wird WIKING ein 2-achsiges LKW-Fahrgestell bauen. Damit lassen sich dann die bekannten Pritschen- und Kofferaufauten aus dem Formenbaukasten für neue Modellauftritte nutzen. Natürlich kann der Henschel HS 140 dann auch als Hängerzug vorfahren. Der aktuelle Stand ist in Nünrberg nicht zu sehen, aber die Form ist fertig. Mit der ersten Variante ist hier noch in der 1. Jahreshälfte 2026 zu rechnen. Mehr, bzw. aktuelle Bilder zu dem Modell gibt es im Magazin 2026 zu sehen.

Cabrio-Bauteile

Was beim DKW Cabrio noch passte, funktionierte mit der Frontscheibe vom Porsche 911 Cabrio beim VW Karmann Ghia nicht so richtig. An dem 2023 vorgestellten Modell wirkte die Scheibe falsch dimensioniert. Es musste für eine Umsetzung des Modells also eine neue Form her. Da man weitere solcher Umbauten von Coupè-Modellen angedacht hatte, entschied man sich bei WIKING für eine neue Form mit verschiedenen Einsätzen.

So bekommen nun für vier Modelle passende Frontschreiben für den Modellumbau auf die Cabrioversion. Die Modelle erscheinen nach und nach, geplant ist nun ab 2026. Die Modelle entstehen unter Verwendung anderer Cabriobauteile und vorhandener Inneneinrichtungen.

Als Modelle sind ein VW Karmann Ghia, ein Opel Rekord ’57 und der Ford 17M und neu der DKW Junior vorgesehen. Der rückt schnell für den angekündigten MB 350 SL nach. Die offene Variante des MB 350 SL wurde zurückgestellt. Die Einrichtungs- und Verdeckkonstruktion wird noch überarbeitet. Der DKW Junior bekommt die Inneneinrichtung vom VW 1200 Brezelkäfer (0830) und das Verdeck des Porsche 911 SC Cabrio (0162). Die Modelle stehen in fertiger Lackierung auf der Messe, zeigen die ersten Serienfarben. Die Auslieferung erfolgt ab Frühjahr 2026 in dichter Folge.

MB Baustellenkipper

Auf den angekündigten Mercedes-Benz Baustellenkipper warten die Sammler sehnlichst. Die Form ist, wie das Messemuster zeigt fast fertig. Der schwere MB Kurzhauber aus den Vorbildjahren 1967 bis 1980 im angenäherten H0-Maßstab kann mit allen Kipppritschen aus dem Formenfundus bestückt werden. Wie im Vorjahr schon beschrieben, wirdd as Fahrgestell an die jüngere WIKING-Formsprache angepasst, ist damit deutlich detaillierter als bisherige Baufahrzeugfahrgestelle, wie es zum Beispiel für den Volvo N10 erstellt worden ist.

Der an den Mustern gezeigte Kühlergrill ist nur einen provisorischen Platzhalter als Füllelement für die Grillaufnahme. Die Zugmaschine unten zeigt einen seriennahen Zustand.

Mit der ersten Variante aus der neuen Form ist auch bei diesem Modell eher ab Jahresmitte bis 2. Halbjahr zu rechnen. Welche Pritsche den Anfang macht, wird noch nicht verraten. 

2026 / 2027


Formneuheiten 2026 / 2027 – Maßstab 1:87

WIKING setzt die breit aufgestellte Produkterweiterung 2026 und 2027 fort. Ein formneuer Youngtimer-PKW, ein großer Geländewagen und Bauteile für den VW T3 sind geplant. Dazu erscheint ein neues zweichsiges Fahrgestell für einen LKW-Klassiker. Und auch das Thema Cabrio wird stark ausgebaut. Drei weitere Old- und Youngtimer bekommen eine dafür passende Scheibe, werden unter Vewendung vorhandener Verdecke und Einrichtungen zum offenen Klassiker.

Die neue große MB Kurzhaberkabine wird Mittels neuem Fahrgestell zur Sattelzugmaschine. Und der MB 321 Pullman wird durch ein neues längeres Fahrgestell mit weiteren Pritschen kombinierbar. 

Auch in diesem Jahr gilt, was hier an Silberlingen zu sehen ist, ist noch im frühen Entwicklungsstadium. Mit der Auslieferung ist frühestens in 2027 zu rechnen. Auf der Messe 2027 werden dann weiterentwickelte Formenmuster oder auch Handmuster stehen. Die meisten Modelle werden ab Mitte bis Ende 2027 in die Serie einfließen.

Cabrio mal 3

Die vier oben genannten Cabriomodelle sind formtechnisch auf der Zielgeraden, und WIKING wird noch nachlegen. Man hat im Programm drei weitere Typen ausfindig gemacht, die man öffnen kann. Einfach abzuleiten vom Erstling, dem DKW 1000 Coupé, ist der DKW F89. Der übrigens auch die gleichen Bauteile vom Käfer 1302 für Einrichtung und Verdeck verwendet.

Der Opel Ascona B wird ebenfalls zum Cabriolet umgebaut. Was einst nie ab Werk geschah, erfolgte bei Umbauern und Tunern auf Einzelauftrag. Den Opel mit Seltenheitswert schafft WIKING mit neuer Scheibe, modelleigener Inneneinrichtung und Verdeck vom MB 280 SE (0153). Schön bei dem Modell, das eingesetzte Lenkrad.

Wohl in Anlehnung an die Karmann-Messestudie zur IAA 1961 wird der VW 1600 Stufenheck als offener Zweitürer zum exotischen Hingucker. Mit neuer Scheibe und Verdeck vom Porsche 911 SC Cabrio (0162) lässt sich der Oldtimer verwandeln.

Wie bei den in diesem Jahr erscheinenden Modellen, ist eine Lackierung notwendig, um die Schnittstellen an den A- bis C-Säulen zu kaschieren. Damit geht eine umfangreiche Detailbedruckung einher. Viele der Teile sind bereits vorhanden, eine Auslieferung daher binnen der kommenden 12 Monate wahrscheinlich.

 

 

VW T3 Wohnmobil „Westfalia“ – Studie

Das auf der Messe gezeigte Handmuster ist als reine Ideenskizze und Studie zu verstehen, heißt: daran arbeitet man noch. Das Dach wurde für das Handmuster vom VW T2 entliehen. Für die VW T3 Baureihe entwickelt WIKING natürlich eigene, passende Bauteile, um aus dem Transporter 2027 dann ein vorbildgetreues Wohnmobil zu machen.    

Basis für das Messemuster ist der Kastenwagen, das Westfalia Vorbild basierte freilich auf dem Kombiwagen. Es ist mit passender Inneneinrichtung und Detaildrucken wie Gardinen zu rechnen. Das Dach in geschlossener wie offener Version wie beim VW T2. 

Lancia Delta – Studie

Das Messemuster zeigt einen 3D-Druck des Youngtimers als Studie. Wie beim VW T3 gilt auch hier, frühes Entwicklungsstadium. Der Lancia kommt aber nicht nur in einer Variante, sondern gleich in drei Versionen. Im kommenden Jahr werden auf der Messe dann alle drei geplanten Modell im fortgeschrittenen Stadium gezeigt.

Den Lancia wird es als Rennwagen in der Straßenversion mit Renntechnik, als rassigen Integrale in Renndesign, und auch als braven Familienwagen geben. Bei den Rennversionen wird es auch passende Inneneinrichtungen mit Schalensitzen, eine Käfignachbildung mit Überrollbügel geben. So kommen die drei Varianten Delta HF Integrale Evo 2 Rallye, Delta HF Integrale Evo 2 und Delta HF Integrale 16V auf die Modellstraßen. Delta HF Integrale Evo 2 Rallye mit breiten Kotflügeln und Dachspoilier sowie Zusatzscheinwerfern. Ähnlich der Delta HF Integrale Evo 2, der Dachspoiler, Standardscheinwerfern und Vier-Sitz-Ausstattung erscheint. Der Dritte im Bunde wird der Delta HF Integrale 16V, mit vorbildgetreu abweichenden Front- und Heckstoßstangen, kleineren Scheinwerfern und geändertem Vordersitzdesign. Die ersten Modelle werden dann 2027 ausgeliefert.  

 

Hummer H1 -Studie

Die Aufbauformen des Hummer H1, der zivilen Variante des militärisch eingesetzten Humvee, sind vielfältig. Die des WIKING-Modells werden es ebenso sein. Neben der als Studie in Nürnberg gezeigten geschlossenen Bauform sind auch eine Pritschenvariante und Anbauteile wie Kuhfänger geplant, die das Modell in den kommenden Jahren immer wieder anders ins Programm rollen lassen.

Die WIKING Sammler können sich auf eine große Vielfalt an Versionen freuen. So ist auch die Inneneinrichtung variabel geplant, mit un dohen Kofferraum. Wie beim Lancia Delta werden die nächsten Entwicklungsschritte und Formenvarianten dann in 2027 in Nürnberg vorgestellt. Die ersten Modelle erscheinen damit auch hier ab 2027.

 

 

 

Fahrgestell für MB Pullman

Für die kurze MB Pullman Kabine wird ein neues längeres zweiachsiges Fahrgestell für die Pritschen (inkl. Flachpritsche) mit Plane. Das ermöglicht mehr und weitere Modellauftritte für den Mercedes-Benz als LP 329. Das Messemuster zeigt noch ein umgebautes Chassis, die finale Version bekommt einen eckigen Treibstofftank.

Sattelzugfahrgestell für MB Kurzhauber

Als Baustellenkipper steht der MB Kurzhauber für dieses Jahr schon in den Startlöchern. Mit der Kabine hat man bei WIKING noch mehr vor. Ein neues Fahrgestell macht den Kurzhaber dann auch zur Zugmaschine für aller Art von Aufliegern aus dem Programm. Auf der Messe waren Container und Flachpritsche zu sehen. Möglich und passend sind aber auch die beiden Hinterkipper (Blumhardt- & Holzhochbordpritsche). Aber auch Tankfahzeuge und Rungenpritsche und Tieflader sind denkbar.

 

Formneuheiten 2026 / 2027 – Maßstab 1:32

Offen ist im großen landwirtschaftlichen Maßstab weiterhin der 2024 angekündige Dolly. Die Weiterentwicklung wurde zunächst gestoppt, da andere Modelle Vorrang bekommen haben. Darunter auch eine Formneuheit, die parallel zum Vorbild entwicklet wird. Das neue Werbemodell wird im Laufe des Jahres erscheinen. Zu den Details gab es noch aus Gründen der Geheimhaltungspflicht keine Auskünfte – eine Überraschungsneuheit für die Sammler der landwirtschaftlichen Modelle.

Zwei neue Schlepper präsentiert WIKING im Maßstab 1:32 auf der Messe. Das Serienmodell des Fendt der 800er-Reihe erscheint bereits mit den Februar-Neuheiten. Das Modell entspricht bis auf die Verpackung und das Kfz-Kennzeichen dem Werbemodell zur Agritechnica 2025.

Eine komplette Neuentwicklung ist auch der John Deere 7R, der die aktuelle Baureihe nachbildet. Hier ist der Formbau in der finalen Phase.

  • Fendt 832 Vario (Februar 2026)
  • John Deere 7R (2. Halbjahr 2026)
  • Weitere Formneuheit – Überraschung 
  • Dolly (Ankündigung 2024 – zurückgestellt)

Bilderquellen: © WIKING und ARCHIV